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... In regelmäßigen Abständen (ca. alle 3 Monate) werden an dieser Stelle Blogbeiträge zum Themenfeld Klimawandel, Gesundheit und Jugendarbeit veröffentlicht. ...


Juni 2022

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KlimaBild: Es wird praktisch!

Auch wenn der letzte Workshop im Januar nun schon wieder eine Weile zurück liegt, sind die dort gewonnenen Anregungen und Erkenntnisse noch immer hochaktuell und haben maßgeblich zur weiteren Ausarbeitung der Projektinhalte in den letzten Monaten beigetragen. Der Frühling hat uns mit seiner erwachenden Energie angesteckt, weshalb wir auf Hochtouren an der konkreten Umsetzung der anstehenden Pilotschulungen und KlimaBild-Materialien arbeiten. Und so viel steht schonmal fest: im Juli werden zwei Pilotworkshops in Präsenz und ein Onlineworkshop stattfinden, zu denen wir alle Interessierten aus der Kinder- und Jugendarbeit ganz herzlich einladen.

Im Rahmen dieser Workshops werden wir wichtige Inhalte zu den Themen Klimawandel und Gesundheit vermitteln und praktische Methoden zur Umsetzung in der Kinder- und Jugendarbeit ausprobieren und diskutieren. Ein vielfältiges und abwechslungsreiches Programm, das klimabezogene Themen wie beispielsweise Hitze, Allergien, Infektionskrankheiten oder die Auswirkungen des Klimawandels auf die mentale Gesundheit modulartig aufgreift, bietet Raum für den Austausch mit Gleichgesinnten aus der Kinder- und Jugendarbeit sowie die Möglichkeit, eigene Ideen und Anregungen einzubringen. 

Die kostenlosen Workshops in Präsenz finden am 01. - 02. Juli in Würzburg und am 15. - 16. Juli in Königsdorf statt. Sie beginnen jeweils Freitag um 17 Uhr und enden am Folgetag um 17:30 Uhr. Der Online-Workshop findet an drei einzelnen Abenden am 06., 07. und 13. Juli, jeweils von 17 – 20 Uhr statt. Für die Anmeldung und weitere Infos wenden Sie sich an Frau Lueer (E-Mail). 

Neben der Planung der Pilotworkshops werkeln wir auch an der Ausarbeitung einer „KlimaBild Kiste“, die Materialien und Hilfsmittel zur praktischen Umsetzung der einzelnen Themenbereiche beinhalten wird. Zur Kiste gehört ein Handbuch, welches in einem inhaltlichen Teil detaillierte Hintergrundinformationen zu den thematischen Modulen bereitstellt und jede und jeden zu Expert:in im Bereich Klimawandel und Gesundheit macht, zudem wird ein Methodenhandbuch zu den Materialien der Kisteerstellt. Langfristig soll diese „KlimaBild Kiste“ für verschiedene Einrichtungen der Kinder- und Jugendarbeit zur Verfügung stehen und Ehren- und Hauptamtliche dabei inspirieren, klima- und gesundheitsbezogene Themen in ihre Arbeit zu integrieren. Die kommenden Pilotworkshops helfen uns, durch die praktische Erfahrung und Expertise der Multiplikator:innen, maßgeblich bei der weiteren Ausarbeitung dieser Idee und geben uns eine praxisnahe Einschätzung über die Anwendbarkeit der Methoden und Materialien. 

Die Vorbereitungen liegen also in den letzten Zügen und wir erhoffen uns eine rege Teilnahme, neue Eindrücke und Anregungen für das weitere Projekt. 

Wir freuen uns schon!

 

Klimaschutz oder Klimaanpassung?

Im Verlauf der letzten Monate haben wir bei der Vorstellung und Verbreitung des Projektes KlimaBild gelegentlich Kritik und Gegenwind erfahren. In unserem Projekt liegt der Fokus auf der Befähigung von Kindern und Jugendlichen zu klimaangepasstem Verhalten und nicht in erster Linie auf Maßnahmen zum Klimaschutz. Eine Gewichtung, die für einige unverständlich und als Ausdruck von Kapitulation im Umgang mit dem Klimawandel interpretiert wurde. Die Entscheidung, Klimaanpassung in den Mittelpunkt dieses Projektes zu rücken, soll jedoch keinesfalls eine Vernachlässigung von Klimaschutzmaßnahmen zum Ausdruck bringen. 

Die Auswirkungen des Klimawandels und auch ihre gesundheitlichen Risiken sind bereits jetzt zu spüren. Da insbesondere Kinder und Jugendliche stärker von Umweltbelastungen betroffen sind, müssen schnellstmöglich Maßnahmen zur Aufklärung und Anpassung her, um die Gesundheit der Erwachsenen von Morgen noch jetzt schützen zu können. Wer unser Projekt schon eine Weile verfolgt, weiß, dass Klimaschutz gleich Gesundheitsschutz ist, doch wenn es darum geht, wie wir uns vor der aktuellen Pollensaison, der nächsten Hitzewelle oder dem nächsten Sonnentag schützen können, ist die Antwort „Klimaanpassung“. Klimaschutz oder Klimaanpassung sollte dennoch keine Frage des entweder oder sein, sondern als Hand in Hand greifendes Konzept verstanden werden. Aufgrund der großen Komplexität beider Ansätze und dem Mangel an bisherigen Projekten in der Kinder- und Jugendarbeit zur Anpassung an den Klimawandel, möchten wir mit diesem Projekt insbesondere auf die Dringlichkeit zum Schutz der Gesundheit aufmerksam machen.

Kinder und Jugendliche sind nicht nur eine Risikogruppe, wenn es um Klimawandel und Gesundheit geht. Sie sind auch die Entscheidungsträger, die Erwachsenen von morgen. Der Bayerische Jugendring, als Arbeitsgemeinschaft von Jugendverbänden und Jugendgruppen besitzt die Erfahrung und Reichweite, mit Kindern und Jugendlichen in Kontakt zu treten, ihren Interessen und Belangen Gehör zu verschaffen. Daher arbeiten im Rahmen des Verbundprojektes KlimaBild der BJR und das Institut und die Poliklinik für Arbeits-, Sozial- und Umweltmedizin des Klinikums der LMU München gemeinsam daran, die Themen Klimawandel und Gesundheit langfristig in die Jugendarbeit zu integrieren. 

Mit dem Projekt KlimaBild werden den Kindern und Jugendlichen Maßnahmen zum Schutz der Gesundheit nahegelegt, genauso wie Maßnahmen, die Effekte des Klimawandels reduzieren. Denn ziemlich schnell wird klar, dass Klimaschutz auch Gesundheitsschutz bedeutet. Sehr einleuchtend am Beispiel Fahrradfahren: die Bewegung reduziert eine Vielzahl an Risikofaktoren, für beispielsweise Herzkreislauferkrankungen, und bietet gleichzeitig die Möglichkeit einer klimafreundlichen Fortbewegung. 

 


Februar 2022

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KlimaBild geht in die Umsetzung

Passend zum Jahresanfang und den guten Neujahrsvorsätzen, starteten wir mit dem Projekt KlimaBild richtig durch. Ganz nach dem Motto „Was wäre die Jugendarbeit ohne Interaktion und Austausch“, fand am 22.01.22 unser erstes Workshoptreffen statt. Ehren- und hauptamtlich Aktive der Jugendarbeit kamen in unserem virtuellen Zoomraum zusammen, um sich näher mit den Zielen des Projektes auseinanderzusetzen. Zwar musste bei dem pandemiebedingten Onlineformat auf gemeinsames Kekse essen verzichtet werden, was aber der Intensität der Zusammenarbeit keinen Abbruch tat. Es wurde munter präsentiert, nachgefragt, diskutiert und ausgetauscht, alles rund um die Themen Klimawandel & Gesundheit und die Frage, was die Jugendarbeit damit zu tun hat. 

 

Auf der Agenda standen zu Beginn interessante Vorträge, die den Teilnehmenden grundlegende Inhalte und Wissen vermittelten. Dabei wurden Zusammenhänge von Politik, Wirtschaft und Gesellschaft mit dem Klimawandel erläutert und insbesondere hervorgehoben, warum und wie wichtig es ist, Kinder und Jugendliche zu klimaangepasstem Verhalten zu befähigen. Auch der Vortrag von Daniela Kern-Stoiber, Geschäftsführerin des bundesweiten Netzwerkes für Offene Jugendarbeit in Österreich (bOJA), über das Thema Gesundheit in der Jugendarbeit, traf auf großes Interesse. Sie führte einerseits konkrete Beispiele auf, wie das Thema Gesundheit an sich gut in der Kinder- und Jugendarbeit platziert werden kann, und andererseits wodurch eine gesundheitskompetente Jugendarbeit gekennzeichnet ist.  

In einer kurzen Präsentation stellten wir dann die Ergebnisse unserer ersten Umfrage zur Bedarfsanalyse für das Projekt KlimaBild vor. Darin zeigte sich, welche Themen relevant sind, wo die Interessen liegen und welchen Stellenwert Klimawandel & Gesundheit in der Kinder- und Jugendarbeit hat.

Im Workshop selbst zeigten die Teilnehmer:innen großes Interesse für den Aspekt der mentalen Gesundheit und der Angst vor der Zukunft, angesichts vieler klimawandelbedingter Veränderungen und Unsicherheiten, was uns noch einmal die Relevanz und Aktualität des Projektes vor Augen führte. Doch auch die Begeisterung für einfache, anschauliche Beispiele und Vergleiche, wie das Konzept des ökologischen Rucksackes, der immer schwerer zu tragen wird, je mehr CO2 wir, die Gesellschaft und die Politik einsammeln, gab uns Hoffnung, auf dem richtigen Weg zu sein und in der Jugendarbeit einen Nährboden gefunden zu haben, der engagiert, offen und motiviert für Veränderung ist – ganz im Sinne: Umweltschutz ist Gesundheitsschutz und anders herum. 

Ein wichtiger Bestandteil und damit der Kern des Workshops, war die praktische Gruppenarbeit, die letztlich die Grundlage zur Erstellung späterer Bildungsmodulen sein soll. In drei Kleingruppen setzten sich die Teilnehmer:innen damit auseinander, welche inhaltlichen Hintergrundinformationen gewünscht sind, welche konkreten Praxisbeispiele hilfreich wären und wie eine Möglichkeit des ständigen Austauschs erzielt werden kann, um die Entwicklung und Umsetzung von Schulungen für Haupt- und Ehrenamtliche in der Kinder- und Jugendarbeit praxisnah zu gestalten. Daraus resultierten wertvolle Ideen und hilfreiche Rückmeldungen, die wir nun in unsere weiteren Arbeitsschritte einfließen lassen. 

 

Nach diesem erfolgreichen Workshop und mit vielen Anregungen im Gepäck machen wir uns in den kommenden Monaten daran, die Bildungsmodule zu entwickeln. Zieldatum ist Juni 2022, sodass wir dann im Juli die ersten Workshops für alle Haupt- und Ehrenamtlichen in der Kinder- und Jugendarbeit durchführen werden. Hierzu laden wir bereits jetzt herzlich ein und werden, sobald Zeitpunkt und Orte fix sind, diese bekannt geben. Was wir schon wissen: zwei Workshops werden wir in Präsenz halten, und einen weiteren als eine zwei- bis dreitätige Onlineveranstaltung am Abend.

Wir freuen uns!

PS: ein eigenes Projektlogo gibt´s bald auch. 

Kinder und Jugendliche sind nicht nur eine Risikogruppe, wenn es um Klimawandel und Gesundheit geht. Sie sind auch die Entscheidungsträger, die Erwachsenen von morgen. Der Bayerische Jugendring, als Arbeitsgemeinschaft von Jugendverbänden und Jugendgruppen besitzt die Erfahrung und Reichweite, mit Kindern und Jugendlichen in Kontakt zu treten, ihren Interessen und Belangen Gehör zu verschaffen. Daher arbeiten im Rahmen des Verbundprojektes KlimaBild der BJR und das Institut und die Poliklinik für Arbeits-, Sozial- und Umweltmedizin des Klinikums der LMU München gemeinsam daran, die Themen Klimawandel und Gesundheit langfristig in die Jugendarbeit zu integrieren. 

Mit dem Projekt KlimaBild werden den Kindern und Jugendlichen Maßnahmen zum Schutz der Gesundheit nahegelegt, genauso wie Maßnahmen, die Effekte des Klimawandels reduzieren. Denn ziemlich schnell wird klar, dass Klimaschutz auch Gesundheitsschutz bedeutet. Sehr einleuchtend am Beispiel Fahrradfahren: die Bewegung reduziert eine Vielzahl an Risikofaktoren, für beispielsweise Herzkreislauferkrankungen, und bietet gleichzeitig die Möglichkeit einer klimafreundlichen Fortbewegung. 


November 2021

Klimawandel, Nachhaltigkeit – und mittendrin unsere Gesundheit

Klimawandel, Umweltschutz, Nachhaltigkeit, ökologischer Fußabdruck… wirklich, schon wieder? Ja, und zwar jetzt erst recht. Die Fridays-for-Future Bewegung, bei der junge Leute auf den Straßen für mehr Klimaschutz demonstrieren, ist langsam jedem ein Begriff, aber wem ist wirklich bewusst, dass auch unser aller Gesundheit unter dem Klimawandel leidet? Und dass gerade Kinder und Jugendliche ganz besonders von den gesundheitlichen Auswirkungen des Klimawandels betroffen sind?

 

Umwelt und Gesundheit – es hängt alles zusammen

Der Mensch ist Teil seiner Umwelt und fügt sich in ein großes Ökosystem ein, in dem alle aufeinander angewiesen sind. Es geht nur miteinander. Während wir Sauerstoff zum Überleben brauchen, können Bäume und Pflanzen durch Photosynthese Kohlenstoffdioxid in Sauerstoff umwandeln. Schnell wird aber auch klar, dass Veränderungen im Ökosystem, Auswirkungen auf alle Mitglieder dieser Gemeinschaft haben. Logischerweise. Wir sind darauf angewiesen saubere Luft zum Atmen, sauberes Wasser zum Trinken und ein temperiertes Klima zu haben, um gesund leben zu können. Gleichzeitig sind wir dafür verantwortlich, wie sauber Luft und Wasser sind. Wie sehr das Wohlbefinden von uns Menschen doch von der Umwelt abhängt, zeigt sich in vielen verschiedenen Situationen. Da gibt es zum Beispiel die, die im Frühjahr aufgrund von Heuschnupfen, die ersten Sonnenstrahlen des Jahres und die blühende Natur gar nicht so richtig genießen können. Oder die, die bei den ersten Sonnenstrahlen direkt aufpassen müssen, sich keinen Sonnenbrand zu holen. Aber auch die, die, sobald sich das Wetter schlagartig ändert, Kopfschmerzen, Kreislaufprobleme und generell weniger Leistungsfähigkeit zu spüren bekommen. Und wer kennt es nicht, dass einem nach ein paar Tagen Regen und Kühle, langsam die Lebensfreunde und Motivation verloren gehen.

Wir denken meist nicht bewusst darüber nach, was Umwelteinflüsse mit uns machen, denn wir können es ja eh nicht ändern, wie viel es regnet, wie heiß es ist oder wie viele Pollen gerade in der Luft herumschwirren. Und die meisten von uns haben sich ja auch schon daran gewöhnt, beispielsweise mit hoher UV-Strahlung oder einer Allergie umzugehen. Doch nur die Akzeptanz und die Gewöhnung reichen leider nicht mehr aus, wenn man bedenkt, dass wir es mit einer globalen Klimakrise zu tun haben.

 

Diagnose Klimawandel – gesundheitliche Auswirkungen der globalen Erwärmung 

Der neuste Bericht des Weltklimarates schildert, dass bis 2030 die Durchschnittstemperatur um 1,5°C höher sein wird als zu vorindustriellen Zeiten. Und wie bereits am Anfang erwähnt, können gerade solche Veränderungen in unserem Ökosystem eine lange Reihe weiterer Veränderungen mit sich bringen. Unter den direkten Auswirkungen des Klimawandels versammeln sich die sogenannten Extremwetterereignisse, wie Stürme, Dürren, Starkregen und Hitzewellen. Diese Ereignisse bringen weitere indirekte Effekte mit sich, zum Beispiel eine Verschlechterung der Wasserqualität, Luftverschmutzung, Verlust von Biodiversität und gleichzeitig Ausbreitung invasiver Arten und eben einen generellen ökologischen Wandel, der sich z. B. auch auf die Landwirtschaft und Ernte auswirkt. Wie sehr uns diese Veränderungen beeinträchtigen, hängt von vielen unterschiedlichen sozialen Faktoren ab: wie alt wir sind, wie gesund wir sind, welchen sozioökonomischen Status wir haben und wie die Infrastruktur im Land ist. 

Im Rahmen des Klimawandels können wir z. B. bereits einen Anstieg verschiedener Gesundheitsprobleme beobachten, die in Verbindung mit steigenden Temperaturen stehen. Zum einen nehmen hitzebedingte Erkrankungen, wie Kreislaufstörungen oder Dehydrierung zu (direkter Gesundheitseffekt des Klimawandels), zum anderen aber auch die Zahl der Allergieerkrankungen, da sich die Pollensaison deutlich verlängert (indirekter Gesundheitseffekt des Klimawandels). Zudem führen spezielle lufthygienische Ereignisse zu einem Anstieg von Atemwegserkrankungen und die Zunahme von Sonnenstunden kann unser Hautkrebsrisiko beeinflussen. Kinder und Jugendliche reagieren besonders stark auf solche Umwelteinflüsse. Einerseits, weil sich ihre Körper noch in der Entwicklung befinden, andererseits, weil sie viel Zeit im Freien verbringen und damit sozusagen Umweltveränderungen konzentrierter zu spüren bekommen.

Dies alles ist für uns hier neu. Es gibt kein historisch gewachsenes Wissen, wie wir uns bspw. bei Hitze verhalten sollten. Wir müssen lernen, mit den Umweltveränderungen, die die Klimakrise mit sich bringt, zu leben. Und daher müssen wir auch lernen, wie wir uns richtig verhalten. Das fängt bei unserer Gesundheit an und geht in ein nachhaltiges Verhalten über. Der Mensch kann nur auf einem gesunden Planeten gesund sein. Verkürzt formuliert: Gesundheitsschutz ist Umwelt- und Klimaschutz. Die Aussage stimmt auf den Kopf gestellt genauso: Umwelt- und Klimaschutz sind Gesundheitsschutz. 

 

Young change agents – warum ein Fokus auf die junge Generation so wichtig ist

Kinder und Jugendliche sind nicht nur eine Risikogruppe, wenn es um Klimawandel und Gesundheit geht. Sie sind auch die Entscheidungsträger, die Erwachsenen von morgen. Der Bayerische Jugendring, als Arbeitsgemeinschaft von Jugendverbänden und Jugendgruppen besitzt die Erfahrung und Reichweite, mit Kindern und Jugendlichen in Kontakt zu treten, ihren Interessen und Belangen Gehör zu verschaffen. Er setzt sich satzungsgemäß dafür ein, junge Menschen zu befähigen, Gestaltungskompetenz zu erwerben, um mit den Herausforderungen einer sich wandelnden Welt konstruktiv umgehen zu können. Daher arbeiten im Rahmen des Verbundprojektes KlimaBild der BJR und das Institut und die Poliklinik für Arbeits-, Sozial- und Umweltmedizin des Klinikums der LMU München gemeinsam daran, die Themen Klimawandel und Gesundheit langfristig in die Jugendarbeit zu integrieren. Dabei sollen Kinder und Jugendliche zu klimaangepasstem Verhalten befähigt werden und Zusammenhänge von Politik, Wirtschaft und Gesellschaft mit dem Klimawandel verstehen. Die Jugendarbeit ist stark durch ihren Bildungscharakter geprägt. Die Auseinandersetzung mit gesellschaftlichen Themen hilft Kindern und Jugendlichen bei ihrer individuellen Persönlichkeitsentwicklung und steigert die Eigenverantwortlichkeit und Selbstbestimmung. Mit dem Projekt KlimaBild werden den Kindern und Jugendlichen Maßnahmen zum Schutz der Gesundheit nahegelegt, genauso wie Maßnahmen, die Effekte des Klimawandels reduzieren. Denn ziemlich schnell wird klar, dass Klimaschutz auch Gesundheitsschutz bedeutet. Sehr einleuchtend am Beispiel Fahrradfahren: die Bewegung reduziert eine Vielzahl an Risikofaktoren, für beispielsweise Herzkreislauferkrankungen, und bietet gleichzeitig die Möglichkeit einer klimafreundlichen Fortbewegung. 

Wissenschaft, Medien und Politik zeigen eindeutig, dass Klimawandel und Nachhaltigkeit Themen unserer Zeit sind und dass wir von der jungen Generation profitieren können und sollten. Die Empfänglichkeit für die Thematik, der Aktivismus und das Streben nach einer lebenswerten Zukunft auf unserem Planeten, machen Kinder und Jugendlichen zu wichtigen Akteuren in der Klimadebatte.