Über uns

Team

Das Team setzt sich zusammen aus Mitarbeitern des Instituts für Arbeits-, Sozial- und Umweltmedizin.

Dr. phil. Julia Schoierer ist Medizinpädagogin und ausgebildete Medizinische Fachangestellte mit langjähriger Erfahrung in der Patientenversorgung. Nach ihrer Tätigkeit als wissenschaftliche Mitarbeiterin am Dr. von Haunerschen Kinderspital, ist sie seit einigen Jahren als Projektleitung am Institut für Arbeits- Sozial- und Umweltmedizin des Klinikums München tätig. Ihr Forschungsschwerpunkt liegt auf den gesundheitlichen Auswirkungen des Klimawandels sowie in der Entwicklung und Bereitstellung von Informationsmaterialien für vulnerable Bevölkerungsgruppen.


Hanna Mertes, Master of Science in Public Health, ist seit Dezember 2016 als wissenschaftliche Mitarbeiterin an Institut und Poliklinik für Arbeits-, Sozial- und Umweltmedizin tätig und verfügt über umfassende Kenntnisse der gesundheitlichen Auswirkungen des Klimawandels sowie notwendiger Anpassungsmaßnahmen im Gesundheitsbereich. Sie leitet das derzeit das in Kooperation mit dem Bayerischen Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit durchgeführte Projekt KlapP.


Katharina Deering, M.A. ist seit Dezember 2016 als Doktorandin in der Humanbiologie am Institut und Poliklinik für Arbeits-, Sozial- und Umweltmedizin tätig. Seit April 2019 arbeitet sie, neben weiteren Forschungstätigkeiten, bei Projekten wie 67DAS143 und bei der Erstellung von Informationsmaterialien für die BZgA zu hitzeassoziierten Gesundheitsproblemen für ältere und alte Menschen mit.


PD Dr. med. Stephan Böse-O'Reilly leitet die AG Globale Umweltgesundheit am Institut und Poliklinik für Arbeits-, Sozial- und Umweltmedizin des Universitätsklinikums München. Er ist für Public Health und Umweltmedizin habilitiert und Facharzt für Pädiatrie. An dem neuen, internationalen Expertenteam „Covid-19 and Heat“ unter Leitung von Joy Shumake-Guillemot (WMA) arbeitet er mit. Er ist Mitglied der Präventionskommission der Bundesärzte- und der Bayerischen Landesärztekammer.


Prof. Dr. Dennis Nowak leitet das Institut für Arbeits-, Sozial- und Umweltmedizin des LMU Klinikums und hat als Arbeitsmediziner, Pneumologe, Allergologe sowie Umweltmediziner umfangreiche Erfahrung in der Wirkung kombinierter Umwelteinflüsse auf den Menschen. Dies gilt für epidemiologische ebenso wie für individualmedizinisch-klinisch-experimentelle Fragestellungen.


Dr. med. Stefan Karrasch ist Arzt in der poliklinischen Ambulanz des Instituts und der Poliklinik für Arbeits-, Sozial- und Umweltmedizin des LMU Klinikums, sein wissenschaftlicher Fokus liegt seit vielen Jahren auf der Untersuchung arbeits- und umweltbedingter Atemwegserkrankungen. Er verfügt über umfangreiche Erfahrungen in der Planung, Durchführung, Qualitätssicherung und Analyse von elementaren und avancierten respiratorischen Erhebungen an gesunden Studienteilnehmern sowie an Patienten mit Lungenerkrankungen in epidemiologischen, klinischen und experimentellen Settings. Er ist Primary Investigator im Deutschen Zentrum für Lungenforschung (DZL), verantwortlich für die laufenden respiratorischen Erhebungen in der NAKO Gesundheitsstudie sowie der KORA-Studie (Region Augsburg) und wurde von der Deutschen Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin (DGP) mit dem Forschungspreis 2017 für die beste Arbeit auf dem Gebiet der klinisch-therapeutischen Forschung ausgezeichnet.


Yvette Jegodka ist Gesundheits- und Krankenpflegerin in der stationären Intensivkrankenpflege und studiert berufsbegleitend Public Health an der FOM in Berlin. Sie wirkt im Rahmen ihrer Abschlussarbeit an dem Projekt "Hitze-Infektionsschutz-Prävention" in der Arbeitsgruppe Globale Umwelt-Gesundheit des Instituts und Poliklinik für Arbeits-, Sozial- und Umweltmedizin des Klinikums der Universität München mit. Die Studienarbeit beschäftigt sich mit dem Schutz von Pflegekräften vor Hitze in Zeiten des Infektionsschutzes.


Colin O'Reilly ist 2016 nach zwei Semestern Sportwissenschaft B.Sc. an der Technischen Universität München an die Universität Bayreuth gewechselt und studiert dort Sportökonomie im Bachelorstudium. Während seiner Zeit in München ist er Teil der Arbeitsgruppe Globale Umwelt-Gesundheit geworden und unterstüzt diese seither als studentische Hilfskraft.


Lena Lagally studiert im letzten Semester Gesundheitswissenschaften (B. Sc.) an der Technischen Universität München und ab dem Wintersemester 20/21 den Master Epidemiologie an der LMU in München. Sie schreibt Ihre Bachelorarbeit amInstitut und Poliklinik für Arbeits-, Sozial- und Umweltmedizin und ist als studentische Hilfskraft tätig.


Bisherige Arbeiten

Informationsmaterlialien für die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (2019 bis 2020)

Im Rahmen einer Informationsplattform der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) erstellt die Arbeitsgruppe Informationen für ältere Menschen zur Vermeidung hitzeassoziierter Erkrankungen sowie zu gesundem Trinken im Alter.

Diese Informationen finden Sie hier.

Klimaanpassung in der Pflege (2020 bis 2022)

Seit Januar 2020 ist die Arbeitsgruppe Kooperationspartner in dem vom Bayerischen Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) durchgeführten Projekts „Klimaanpassung in der Pflege, KlapP“ und entwickelt hierfür Schulungen für Pflegekräfte und pflegende Angehörige sowie Informationsbroschüren zur Vermeidung hitzebedingter Erkrankungen bei älteren Menschen.

Hitzeassoziierte Gesundheitsprobleme in der stationären Pflege - Maßnahmenplan für vollstationäre Pflegeeinrichtungen zur Anpassung an den Klimawandel - Förderkennzeichen 67DAS143 - (2018 bis 2020)

Der Klimawandel ist in Deutschland angekommen und mit ihm eine zu beobachtende Häufung von Hitzewellen im Sommer. Diese Hitzeperioden belasten insbesondere ältere und pflegebedürftige Menschen, welche sich oftmals nur unzureichend an Hitzeereignisse anpassen können. Im Rahmen der DAS (Deutsche Anpassungsstrategie an den Klimawandel) hat das Institut für Arbeits-, Sozial- und Umweltmedizin des Klinikums der Universität München einen Maßnahmenplan für die stationäre Pflege entwickelt, mit dem Ziel, diesen bundesweit zu verstetigen. Umgesetzt wurde das Vorhaben als kommunales Leuchtturmvorhaben in direkter Zusammenarbeit mit dem Referat für Gesundheit und Umwelt und dem Sozialreferat der Stadt München. Mit Unterstützung weiterer Kooperationspartner (Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit, Institut für Qualität in der Pflege, Landessanitätsdirektion Steiermark) sowie 7 Modelleinrichtungen aus der Altenpflege wurde ein Maßnahmenplan entwickelt, pilothaft umgesetzt, evaluiert und im abschließenden Schritt bundesweit verstetigt.

Bildungsmodule für Kinder- und Jugendärzte/-innen - Förderkennzeichen 03DAS073 - (2016 bis 2019)

Ziel des Projektes war es, wissenschaftliche Kenntnisse zu klimawandelbedingten gesundheitlichen Gefahren für Kinder und Jugendliche zu vermitteln sowie nötige Fähigkeiten für neue Herausforderungen in Diagnostik, Therapie und Prävention zu schaffen, um somit präventiv und kurativ adäquat handeln zu können. Klimawandelbedingte gesundheitliche Gefahren werden die Gesundheitssysteme zunehmend vor neue Herausforderungen stellen. Zu nennen seien hier beispielsweise hitzebedingte Gesundheitsprobleme, Allergien und Atemwegserkrankungen sowie Neuauftreten von Infektionskrankheiten, erhöhtes Hautkrebsrisiko aufgrund starker UV-Strahlung und Unfälle aufgrund von Extremwetterereignissen und infolgedessen psychische Belastungen. Kinder gelten hierbei aufgrund ihrer Vulnerabilität als eine spezielle Risikogruppe für zahlreiche Umweltbelastungen und für die Exposition gegenüber klimawandelbedingten Faktoren. Daher ist es wichtig im Gesundheitssektor die Kenntnisse über gesundheitliche Folgen des Klimawandels zu verbessern.

Bildungsmodule für Medizinische Fachangestellte und Pflegepersonen - Förderkennzeichen 67DAS093 - (2016 bis 2018)

Der Klimawandel wird einen zunehmenden Einfluss auf die Gesundheit der Bevölkerung haben. Hitzeperioden spielen dabei eine maßgebliche Rolle und betreffen insbesondere ältere und pflegebedürftige Menschen, welche sich oftmals nur unzureichend an Hitzeereignisse anpassen können. Über die Zugangswege der hausärztlichen Versorgung sowie der ambulanten Dienste kann eine engmaschige Betreuung der Risikogruppe gewährleistet werden. Ziel des Projektes war es, ein interprofessionelles Bildungsmodul für Medizinische Fachangestellte und Pflegepersonen in Bezug auf hitzeassoziierte Gesundheitsprobleme zu entwickeln und pilothaft umsetzen. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer wurde zu MultiplikatorInnen einer adäquaten gesundheitlichen Versorgung während Hitzeperioden fortgebildet. Der Blick in die Aus- und Fortbildungsordnung von MFAs und Pflegepersonen zeigte, dass hitzeassoziierte gesundheitliche Probleme bisher eine untergeordnete Rolle spielten. Deren Wichtigkeit nimmt jedoch zu, da mit dem Klimawandel Hitzetage und Hitzewellen in Deutschland häufiger werden. Das Lehrmaterial beachtete die Besonderheiten der ambulanten Pflege und ist zusätzlich auf weitere Gesundheitsberufe übertragbar.

WHO Kind und Umwelt (2017)

Unter Mitarbeit des Antragstellers Böse-O´Reilly wurden in einer Arbeitsgruppe der WHO zu Kind, Umwelt und Gesundheit, Trainingsmaterialien für Health Care Providers erstellt, u.a. das Modul Quecksilber und Tabakrauch (www.who.int).

Präventionsassistentin (vorlaufend)

2003 wurde unter Mitarbeit des Antragstellers ein erstes Fortbildungscurriculum „Präventionsassistentin“ für Medizinische Assistenzberufe und vergleichbare Berufsgruppen mit Unterstützung vom Bundesministerium für Gesundheit und Soziale Sicherung (Projekt-Nr. 328-1720/55) entwickelt und als Curriculum „Prävention im Kindes- und Jugendalter“ 2008 von der Bundesärztekammer anerkannt. Das Curriculum wird von der Deutschen Akademie für Prävention und Gesundheitsförderung im Kindes- und Jugendalter angeboten und hat sich als eigenständiges Fortbildungsangebot an sechs Kursstandorten etabliert (www.praeventionsassistentin.de). Bislang konnten über 800 Präventionsassistentinnen ausgebildet werden. Kontinuierliche wissenschaftliche Begleitung in Form von Kursevaluationen, aber auch im Rahmen zweier umfangreicher Studien (Dissertation der Antragstellerin, Bachelorarbeit) werden die Bedürfnisse der Zielgruppe überprüft und eine stetige Verbesserung des Kursangebotes gefördert.

Climate Trap (2009 bis 2012)

„Climate Trap” (CT) (EU Project no: 2008 11 08) steht für „Climate Change Adaption by Training, Assessment and Preparedness” of the Health Care System to Climate Change (www.climatetrap.eu). Dieses Projekt wurde von mehreren Europäischen Partnern im Zeitraum Mai 2009 bis April 2012 durchgeführt. Hauptziel von CT war die Stärkung der Neuausrichtung des Gesundheitssektors zu den gesundheitlichen Auswirkungen durch die wichtigsten Stressoren in Klimawandel im Zusammenhang mit wichtigen europäischen Aktionsplänen und Anpassungsstrategien. Methodisch wurden dazu „Fact Sheets“ zu den wichtigsten Stressoren (wie Hitze, Luftverschmutzung usw.) sowie eine Analyse erstellt wie sich diese Stressoren in Zukunft entwickeln und welche Auswirkungen sie auf Gesundheit und somit auch auf Gesundheitssysteme haben. Diese Ergebnisse wurden in drei internationalen und mehreren nationalen Workshop Gesundheitsexperten vorgestellt, um einen Wissenstransfer zu erreichen, Bewusstsein für den Klimawandel zu schaffen und Anregungen zu weiterem Handeln zu geben.