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Berufsbild

Die Ausbildung zur Orthoptistin/zum Orthoptisten findet in Deutschland seit den 50er Jahren statt. Es handelt sich hierbei um einen medizinischen Fachberuf im Gesundheitswesen vergleichbar dem der Logopäden, Ergotherapeuten, Hebammen und Physiotherapeuten.

Als Orthoptist/-in untersucht man Patienten mit Schielerkrankungen, Sehschwächen, Augenzittern, Augenbewegungsstörungen sowie Fehlstellungen des Lides, stellt gemeinsam mit dem Augenarzt eine Diagnose und bespricht anschließend das weitere Vorgehen. Zum Aufgabenbereich zählen Prävention (Verhütung), Diagnose (Erkennung) und Therapie (Behandlung). Je früher eine Sehstörung entdeckt und therapiert wird, desto geringer wird die Wahrscheinlichkeit, dass Dauerschäden bleiben und desto erfolgreicher kann die Behandlung sein.
 

untersuchung

Orthoptisten/Orthoptistinnen arbeiten an Augenkliniken, in Augenarztpraxen, in neurologischen Kliniken, an Blindeninstituten und im Bereich der Rehabilitation. Auch im Bereich der Wissenschaft und Forschung kann man immer wieder Orthoptistinnen/Orthoptisten finden. Zum jetzigen Zeitpunkt ist es sehr schwierig sich selbständig zu machen.

Ein großes Maß an Eigenverantwortung im Arbeitsablauf sowie in der Durchführung der Therapien wird ebenso erwartet, wie der routinierte Umgang mit Patienten aller Altergruppen.

Ein offenes und sicheres Gespräch mit Erwachsenen ist in diesem Beruf ebenso wichtig wie der liebevolle und geduldige Umgang mit Kindern. Gut die Hälfte aller Patienten sind Kinder.

Berufssituation (entnommen aus dem Faltblatt „Berufsbild und Ausbildung der Orthoptistin/des Orthoptisten“, Herausgeber Berufsverband Orthoptik Deutschland e. V.):

In der Bundesrepublik sind derzeit über 2000 Orthoptistinnen (aufgrund der geringen Anzahl von Männern wird im weiteren Verlauf die Berufsbezeichnung in der weiblichen Form verwendet) tätig, davon arbeiten 25% in speziellen Einrichtungen (Abteilungen für Orthoptik, Pleoptik, Motilitätsstörungen und Neuroophthalmologie) an Kliniken und Krankenhäusern, der überwiegende Teil bei niedergelassenen Augenärzten.

Es gibt auch Stellen an Einrichtungen für Sehbehinderte und Blinde, in der Frühförderung und an neurologischen Kliniken.

Der aktuellen Ausbildungskapazität entsprechend sind ausreichend Stellen vorhanden, es werden Voll- und Teilzeitstellen angeboten. Flexibilität in der Ortswahl ist ein Vorteil.

Aufstiegsmöglichkeiten bieten sich in der Lehrtätigkeit, in Therapie-Management (FH), Wissenschaft und Forschung.