Pars Plana Vitrektomie
Bei der pars plana Vitrektomie handelt es sich um eine Operation im Inneren des Auges, bei der primär der Glaskörper, eine gelartige Masse, welche den hinteren Augenabschnitt ausfüllt, entfernt wird. Die Operation erfolgt in den meisten Fällen in einer lokalen Betäubung, bei der die Beweglichkeit und Schmerzwarnehmung am Auge durch eine Injektion von Betäubungsmittel hinter und neben das Auge für kurze Zeit ausgeschaltet wird. In seltenen Fällen muß die Operation unter einer Vollnarkose erfolgen. Die Dauer der Operation beträgt im Allgemeinen je nach Schweregrad zwischen 30 und 60 Minuten. Die Operation erfolgt im Allgemeinen unter stationären Bedingungen mit einer Aufenthaltsdauer von zwischen drei und sieben Tagen.
Der Zugang in das Innere des Auges erfolgt über drei kleine Stichinzisionen, welche als Zugänge für das Arbeitsgerät, eine Spüldrainage zur Aufrechterhaltung des Augendruckes und der Lichtquelle dienen. Im Folgenden soll diese Operation anhand der Behandlung einer Netzhautablösung beispielhaft beschrieben werden.
Im ersten Schritt erfolgt nach der Herstellung der Zugänge die zentrale Entfernung des Glaskörpergels mit Abhebung des Glaskörpers vom hinteren Augenpol (Bild 1).

Im zweiten Schritt wird unter größter Sorgfalt die s.g. Glaskörperbasis, welche die vorderen Anteile des Glaskörpers bezeichnet, herausgeschnitten (Bild 2).

Nachdem der gesamte Glaskörper entfernt ist (Bild 3),

wird im im Falle der Netzhautablösung die Flüssigkeit unter der Netzhaut durch die Eingabe einer schweren Flüssigkeit (schwerer als Wasser), diese Flüssigkeit unter der Netzhaut über das Netzhautloch herausgepresst (Bild 4)

bis die Netzhaut wieder zur kompletten Anlage gekommen ist (Bild 5).

Das Netzhautloch kann dann durch einen Laserriegel umstellt werden (Bild 6)
.
Am Ende der Operation wird die schwere Flüssigkeiut abgesaugt und durch eine Tamponade (Luft, Gas, Silikonöl) ersetzt (Bild 7).

Wichtig ist, nach der Operation ggfls. eine bestimmte Lagerung, welche Ihnen der Operateur mitteilen wird, für eine begrenzte Zeit möglichst konsequent einzuhalten, um den Heilungsverlauf günstig zu beeinflussen. Die Schmerzen nach der Operation sind im Allgemeinen durch die minimal invasive technik der Operation als gering einzustufen. Am ehesten wird in den ersten Tagen ein Fremdkörpergefühl wahrgenommen.