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Corneale Endothelzellregeneration

Mitarbeiter:

PD. Dr. med. Martin Dirisamer
Dr. med. Stefan Kassumeh
PD. Dr. med. Andreas Ohlmann

Die Fuchs’sche Endotheldystrophie (FECD) ist eine der häufigsten Erkrankungen des Hornhautendothels, bei der es durch Wassereinlagerung in das Hornhautstroma zu einer diffusen, aber reversiblen Trübung der Hornhaut kommt. Betroffene Patienten beschreiben meist eine zunehmende Blendungsempfindlichkeit und Verringerung des Sehvermögens.

Der therapeutische Goldstandard ist die sogenannte Descemet Membrane Endothelial Keratoplasty (DMEK), für die ein humaner Hornhautspender benötigt wird. Weltweit werden jährlich 200.000 Hornhauttransplantationen durchgeführt, wovon 40% in der Therapie der FECD eingesetzt werden. Die ökonomischen und infrastrukturellen Anforderungen für die Bereitstellung führen dazu, dass nur die Hälfte der weltweiten Bevölkerung Zugang zu Hornhauttransplantaten hat. Theoretisch existieren für jede gespendete Hornhaut 70 potenzielle Empfänger.

Um diesem Problem zu entgegnen, beschäftigt sich diese Arbeitsgruppe mit der Entwicklung eines neuen Therapieverfahrens zum Abtrag des erkrankten Hornhautendothels und anschließender Regeneration der limbalen cornealen Endothelzellen.