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Big Data in der Augenheilkunde

Einleitung

In der Augenklinik der Universität München wird aktiv an der Digitalisierung der Augenheilkunde gearbeitet. Seit dem Jahr 2014 erfolgt die  Dokumentation der Klinik gänzlich digital. Auch werden OPs als auch bildgebende Untersuchungsverfahren digital angemeldet, sodass die Daten miteinander verknüpft werden können. Auf Basis dieser täglich anfallenden Daten, konnte eine Data Warehouse mit Daten von mehr als 350.000 Patienten geschaffen werden.

Publikationen der Arbeitsgruppe
Mitarbeiter

Forschung: Big Data in der Augenheilkunde

Smart Eye Database

Es konnte eine Forschungsdatenbank mit mehr als 350.000 Patienten aufgebaut werden, die einerseits die klinischen Daten (z. B. Visus, Augeninnendruck) aus der elektronischen Akte und andererseits die Messdaten aus diagnostischen Geräten wie z.B. dem OCT enthält. Neben diesen Messdaten wurde eine Bilddatenbank mit OCT als auch Fundusuntersuchungen aufgebaut. Auf Basis dieser Daten werden retrospektive Auswertungen durchgeführt, als auch zukunftsweisende Projekte im Bereich maschinellem Lernen (inklusive Deep Learning) durchgeführt. Hierfür steht ein System mit 3 GPU Prozessoren zur Verfügung.

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Vernetzung der bildgebenden Verfahren sowie digitaler OP Workflow

FORUM

Im Rahmen dieses Projektes werden alle bildgebenden Verfahren in unserer Klinik vernetzt, damit sie gleichzeitig betrachtet und analysiert werden können. Als technische Grundlage wird ein Picture and Archiving System (PACS) verwendet, das spezifisch für die Augenheilkunde entwickelt wurde. Es handelt sich dabei um das Produkt "FORUM" der Firma Carl Zeiss Meditec, mit deren Entwicklungsabteilung wir zusammenarbeiten und ein Referenzzentrum für den klinischen Einsatz dieses Systems sind.

Neben der Vernetzung der Bildgebung liegt ein weiterer Fokus auf der Optimierung des Workflows, was durch die Integration in das klinische Informationssystem (KIS) sowie der Implementierung eines Aufrufsystems erreicht wird. Ein weiteres Ziel ist die Etablierung von Abläufen zur direkten Verbindung der Diagnostik mit der operativen Versorgung (u. a. zur Planung von Operationsschritten durch Einsatz der Daten bildgebender Verfahren, operative Assistenzsysteme).

Augenärztliches Klinikinformationsystem (AUKIS) auf Basis von i.s.h.med (Cerner)

SAP Screenshot

An unserer Klinik wurde eine Arbeitsumgebung für bettenführende Augenkliniken programmiert, die auf dem KIS "i.s.h.med" Krankenhausinformationssystem von Cerner aufsetzt. Dieses System ist in vielen Krankenhäusern der Maximalversorgung im Einsatz. Es wurde ein besonderes Augenmerk auf eine möglichst intuitive und ärztlich orientierte Benutzeroberfläche gelegt. Zusätzlich zur reinen elektronischen Erfassung von klinischen Parametern wurde versucht, dass die Abläufe an der Klinik IT-gestützt optimiert werden. So kann automatisiert ein Arztbrief aus den vorhandenen Eingabedaten generiert werden. Zudem erfolgt die Terminierung der Patienten innerhalb von i.s.h.med. Dieses System stellt nun das Augenmodul innerhalb von i.s.h.med dar. Alle Behandlungsdaten aus diesem Modul werden in die Smart Eye Database kopiert.