Schielen, Strabismus

Schielen und Augenbewegungsstörungen können in jedem Lebensalter auftreten. Sie führen zu gestörter Sehentwicklung eines Auges oder des räumlichen Sehens, zu Doppelbildern, Kopfschmerzen, einer Kopfzwangshaltung und / oder zu psychischen Problemen.

Da rund die Hälfte unserer schielenden Patienten Kinder sind, ist die Sprechstunde mit der Kinderambulanz zusammengelegt. Die Untersuchung der Sehschärfe, des Stereosehens, der Augenstellung und –beweglichkeit erfolgt zunächst durch eine Orthoptistin. Dann folgt das für eine komplette Untersuchung notwendige "Tropfen", damit anschließend die optische Fehlsichtigkeit und eventuell notwendige Brillenstärke genau bestimmt werden kann.

An Diagnostik stehen uns alle klassischen subjektiven und objektiven Untersuchungsmethoden inklusive der Tangententafel nach Harms, mit der alle 3 Dimensionen der Schielstellung in 9 Blickrichtungen vermessen werden können, zur Verfügung, In Einzelfällen ergänzen wir diese durch moderne gerätegestütze Untersuchungen, wie z.B. die Pupillographie und dynamische Akkommodationsmessung.

Die Behandlung erfolgt meist mit einer Brille, Prismenbrille, Operation oder einer Kombination der drei. Bei Kindern ist häufig auch das Abkleben des besseren Auges notwendig, um das sehschwache Auge zu trainieren. Wir bieten das gesamte Spektrum der Augenmuskeloperationen an: von Ein-Muskel-Operationen über kombinierte und Mehr-Muskel-OPs bis hin zu komplexen Revisions- und Transpositionsoperationen, bei Bedarf auch in Kleinschnitttechnik. Hierbei werden einfache und komplexe Schielstellungen und Augenbewegungsstörungen wie z.B. dem Augenzittern (Nystagmus) behandelt. Auch wenn der Name "Sehschule" nicht mehr zeitgemäß ist, bieten wir bei manchen Patienten auch Sehübungen an.

  Verantwortlich für den Inhalt: Prof. Dr. O. Ehrt