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Grüner Star (Glaukom)

Die im Volksmund als „Grüner Star“ bezeichnete Erkrankung umfasst eine heterogene Gruppe von Augenerkrankungen, bei denen es zu einer Schädigung des Sehnervens kommt (Optikopathie), und mit dem Voranschreiten der Erkrankung kommt es zu charakteristischen Ausfällen des Gesichtsfelds.

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Glaukombedingte Gesichtsfelddefekte
Stadieneinteilung nach Aulhorn


 

Papillenveränderung
normale Papille
normale Papille
Glaukom
Glaukom



Bleibt ein Glaukom unerkannt oder nicht therapiert, kann es zu einer starken Beeinträchtigung des Sehvermögens bis zur Erblindung kommen. Nach der altersbedingten Makuladegeneration ist das Glaukom die zweithäufigste Ursache für Erblindung in Deutschland. In aller Regel sieht man einem Auge die Glaukomerkrankung nicht an, und diese macht in der Regel auch keine wesentlichen Beschwerden, wenn ein frühes Stadium der Erkrankung vorliegt. Dies zeigt auch die große Bedeutung der Früherkennung auf, da nur bei rechtzeitiger Einleitung einer Therapie Sehbehinderung oder gar Blindheit abgewandt werden können. Die Europäische Glaukomgesellschaft hat das Ziel der Behandlung von Glaukompatienten wie folgt definiert: Den Erhalt der visuellen Funktion und der Lebensqualität mit minimalen oder keinen Nebenwirkungen, minimalen Einschränkungen der täglichen Aktivitäten mit vertretbaren Kosten sowohl für den Patienten als auch für die Gesellschaft.


Die Deutsche Ophthalmologische Gesellschaft (DOG) empfiehlt eine augenärztliche Untersuchung ab dem 40. Lebensjahr (Leitlinie 15c). Weitere wichtige Risikofaktoren, bei denen eine augenärztliche Abklärung auf Glaukom erfolgen soll, sind positive Familienanamnese (auch wenn es zwei Generationen darüber betrifft), hohe Kurzsichtigkeit oder bestimmte ethnische Zugehörigkeit. Es besteht eine höhere Inzidenz mit häufig aggressiverer Verlaufsform bei Afrikanern. Zudem besteht ein Assoziation der zentralen Hornhautdicke mit der Auftretenswahrscheinlichkeit einer Glaukomerkrankung, diese kann jedoch nur vom Augenarzt bestimmt werden und deren Messung gehört zur Abklärung bei Glaukom dazu.
 
 
 

Glaukom Operation

Wenn wegen einer unzureichenden Drucksenkung trotz maximaler Lokaltherapie oder aufgrund mangelhafter Compliance des Patienten operiert werden muss, steht beispielsweise mit der Trabekulektomie eine gut etablierte Methode zur Verfügung. Hierbei wird ein neuer Abfluss des Kammerwassers unter die Bindehaut geschaffen.

  Verantwortlich für den Inhalt: Prof. Dr. C. Hirneiß