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Geschichtliches

Menschen mit Sehfehlern gibt es, solange es die Menschheit gibt.

Schon vor Jahrtausenden benutzten Menschen gefundene Kristalle, um zumindest notdürftig ihr Sehen zu verbessern. Als man, etwa ab dem 13. Jahrhundert, im mittelalterlichen Europa Glas herstellen konnte, wurde es immerhin möglich, Vergrößerungsgläser zu schleifen und als Sehhilfe zu verwenden. Aber erst im 17. und 18. Jahrhundert verstanden die Menschen die Optik des Auges und beherrschten sie optische Techniken so weit, daß sie refraktive Fehler beschreiben, die einzelnen Fehlsichtigkeiten unterscheiden und gezielt durch Gläser korrigieren konnten. Seither gibt es die Brille, eine, wenn sie gut angepaßt ist, in vielen Fällen sehr gute und risikolose Methode, das Sehvermögen entscheidend zu verbessern.

Dennoch ist der Wunsch von Fehlsichtigen, keine Brille zu benötigen, wohl so alt wie die Brillenkorrektur selbst. Die Gründe für diesen Wunsch waren nie nur optischer Natur. So wurde im 20. Jahrhundert die Kontaktlinse zur einer beliebten Alternative zur Brille, war sie ihr doch unter optischen Gesichtspunkten noch überlegen, und obendrein nahmen Außenstehende sie nicht wahr. Aber selbst Verbesserungen an den ohnehin optisch recht perfekten Kontaktlinsen haben nichts an dem Wunschtraum vieler fehlsichtiger Menschen von einem Dasein ohne zusätzliche Sehhilfen irgendwann im Leben geändert.

Im letzten Jahrzehnt des 20. Jahrhunderts hat sich die refraktive Chirurgie endgültig als Alternative zu Brille und Kontaktlinse etabliert. Aber auch ihre Anfänge reichen bereits über 50 Jahre zurück. In den 40er Jahren des 20. Jahrhunderts entwickelte der Japaner Sato als erster eine Technik, die es erlaubte, Kurzsichtigkeit, bei allerdings hohen Nebenwirkungen, durch Schnitte in die Hornhaut des Auges zu korrigieren. 30 Jahre später griff der Russe Fjodorov die Idee wieder auf, modifizierte sie und schuf so die erste wirklich erfolgreiche Korrekturmethode für Kurzsichtigkeiten, die radiäre Keratotomie (RK). Der US-Amerikaner Bores übernahm seine Technik führte sie in den USA ein, wo zwischen ca. 1980 und 1996 mehrere Hunderttausend Menschen so behandelt wurden.

Seither wurde die Technik in den USA nahezu vollständig verlassen. In Europa (außerhalb des Ostens) hat sich die RK schon zuvor nie wirklich etabliert, hier begannen aber bereits ab 1987 Behandlungen mit dem Excimerlaser in Form der Photorefraktiven Keratektomie (PRK). Sie etablierte sich zunächst in Europa, Südamerika und Asien, bevor die amerikanische Kontrollbehörde FDA sie auch in den USA zuließ. Im selben Jahr noch verdrängte sie die radiäre Keratotomie.

Seit 1998 hat sich eine Variante der PRK, die Laser in situ Keratomileusis LASIK als noch erfolgreicher etabliert. Seit 1999 wurde die Laser epitheliale Keratomileusis LASEK, eine modifizierte PRK, in die klinische Routine eingeführt. Seit 2003 wird das Verfahren der LASEK durch die Epi-LASIK komplettiert.

Allein in den USA wurden im Jahr 2000 bereits über 1 000 000 LASIK-Behandlungen durchgeführt. Für niedrige Kurzsichtigkeiten wurde als Alternative das INTACS-Verfahren im gleichen Zeitraum eingeführt. Für hohe Fehlsichtigkeiten ging man erstmals in den vergangenen zehn Jahren von Hornhautkorrekturen ab. Inzwischen sind solche Korrekturen im Auge sehr erfolgreich, dort wo sie indiziert sind. Man setzt dabei entweder dünne zusätzliche Linsen in das Auge (PIOL, ICL u.a.) ein oder ersetzt die natürlichen Linse gegen eine Kunstlinse (RLE). Damit steht heute erstmals ein ganzes Spektrum an refraktiven Eingriffen zur Verfügung, um Fehlsichtigkeiten zu beseitigen, wenngleich nicht alle heute bereits als langfristig und endgültig bewährt gelten können. Unter den einzelnen Rubriken finden Sie hierzu mehr Informationen.

 
 
 

 
 

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