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Warum Menschen ohne Brille und Kontaktlinsen leben möchten

Trotz aller optischer Qualität von Brille und Kontaktlinse träumen viele Fehlsichtige davon, ohne solche Korrekturen auskommen zu können.

Dieser Wunsch hat viele Wurzeln, die Normalsichtige nur schwer verstehen können. Es beginnt schon damit, dass Fehlsichtige ihre Korrektur beständig bei sich tragen müssen; selbst wenn sie die Brille einmal nicht benutzen, dürfen sie nie vergessen, wo sie sich gerade befindet. Brille und Kontaktlinse fordern Tag für Tag ihren festen Platz im Bewusstsein des Fehlsichtigen. Das Tragen von Brille und Kontaktlinse ist mit weiteren Unbequemlichkeiten verbunden: die Kontaktlinse muss täglich eingesetzt und herausgenommen werden, die Brille muss immer wieder zurechtgerückt werden; beide muss man fortwährend reinigen. Diese wiederholten Kleinigkeiten haben für den Fehlsichtigen, bei all ihrer Geringfügigkeit, etwas von der Vergeblichkeit der Arbeit eines Sysiphus an sich: ich reinige meine Brille heute, und morgen, und ich weiß, dass ich dies morgen, und übermorgen, und alle Tage meines Lebens wieder tun muss. Dass den normalsichtigen Menschen der Umgebung, den Kollegen, Freunden, Partnern dergleichen erspart bleibt, macht es nicht leichter. Brillenträger berichten öfters, ohne ihre Brille behindert zu sein, sich mit ihr aber gegenüber andern behindert zu fühlen. Solche halb rationale, halb emotionale Beweggründe, nähren den Traum von einem Dasein ohne Brille oder Kontaktlinse.

Vor allem höhergradig Fehlsichtige sprechen von dem Wunschtraum, eines Tages aufzuwachen und mit dem Öffnen der Augen klar sehen zu können; ohne zuvor nach der Brille tasten zu müssen, ohne zunächst zum Einsetzen der Kontaktlinse ins Bad tappen zu müssen.

Solchen Begründungen für den Wunsch nach refraktiver Chirurgie kann man die rationalen Vorzüge von Brille und Kontaktlinse entgegenhalten. In der Tat leiden ja auch nicht alle Fehlsichtigen unter ihrer Fehlsichtigkeit. Die meisten sind mit Brille oder Kontaktlinse zufrieden. Für sie besteht dann keine Notwendigkeit für eine chirurgische refraktive Behandlung. Notwendig im engeren Sinn ist eine solche Behandlung nur dort, wo Fehlsichtigkeit durch die konservativen Methoden Brille und Kontaktlinse nicht korrigiert werden kann. Dennoch verdient der Wunsch von Fehlsichtigen, trotz erfolgreicher konservativer Korrekturmöglichkeiten irgendwann ohne zusätzliche Sehhilfe einfach gut sehen zu können, nicht ignoriert, sondern ernst genommen zu werden.

In diesem Umfeld möchte das Augenlaserzentrum der Universität München Patienten mit refraktiven Problemen möglichst optimal beraten und refraktiv behandeln.

 
 

 
 

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