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Lungenmetastasen

Lungenmetastasen sind Absiedlungen (Tochtergeschwülste) von Tumoren, die ihren Ursprung nicht in der Lunge haben. Im Verlauf von Tumorerkrankungen treten in 30-45% der Fälle Metastasen in der Lunge auf. Eine Metastasierung in die Lunge ist meistens symptomlos. Luftnot, Husten, Bluthusten oder Schmerzen im Brustkorb können auftreten. Häufig werden sie jedoch zufällig oder im Rahmen von Tumornachsorgeuntersuchungen z.B. im Röntgen oder in der Computertomographie des Brustkorbs festgestellt. Nierenzell-, Dickdarm-, Enddarm-, Hoden-, Knochen- oder Weichteiltumore sind bösartige Tumore, die oftmals isoliert Metastasen in der Lunge bilden. Eine Abklärung zum Ausschluss von Metastasen in anderen Organen ist vor der Entscheidung, ob die Metastasen operativ entfernt werden können, sehr wichtig. Die PET Untersuchung (Positronen-Emissions-Tomographie mit gleichzeitiger Computertomographie) hat eine zunehmende Bedeutung in der Diagnostik. Dabei wird der ganze Körper auf gesteigerte Stoffwechselaktivitäten untersucht, um weitere metastasen-verdächtige Herde auszuschließen. Die Entscheidung zur operativen Entfernung von Lungenmetastasen wird individuell in Tumorkonferenzen mit verschiedenen Fachdisziplinen (Chirurgen, Onkologen; Radiologen, Strahlentherapeuten, Pathologen etc) getroffen. Die Entscheidung ist abhängig vom generellen Gesundheitszustand des Patienten, der Art des Tumors, dem Verlauf der Erkrankung und der Lage der Metastasen. Es können nicht nur einzelne Metastasen, sondern auch mehrere Herde bei einer Operation entfernt werden. Es gibt die Möglichkeit minimal-invasiv (durch Video-assistierte Thorakoskopie (VATS)) oder durch eine Eröffnung des seitlichen Brustkorbs (Thorakotomie) zu operieren. Auch beidseitige oder wiederkehrende Lungenmetastasen können im Individualfall operativ saniert werden. Insgesamt können viele Patienten von der operativen Entfernung von Lungenmetasten profitieren.