MR Diffusionsmessung

Die Magnetresonanz-Diffusions-Messungen, auch „Diffusion Weighted Imaging“ (DWI) genannt und das „Diffusion Tensor Imaging“ (DTI) sind moderne Untersuchungsverfahren, mit denen wichtige Zusatzinformationen gewonnen werden können:

 

Diffusions-MRTDie „klassische“ Magnetresonanz-Diffusions-Messung ist eine Methode, mit der die ungerichteten molekularen Bewegungen von Wassermolekülen im Gewebe untersucht werden. Hiermit können unter anderem sauerstoffminderversorgungsbedingte Veränderungen (Schlaganfall) im Hirngewebe nachgewiesen werden, noch bevor sie in anderen MRT- oder CT-Untersuchungen nachgewiesen werden können.

Dies ist von elementarer Wichtigkeit für die Frühbehandlung von frischen Schlaganfällen zu einem Zeitpunkt, an dem eventuell zusätzlich bedrohte, aber noch nicht zerstörte Nervenzellen durch einen frühen Therapiebeginn gerettet werden können. Somit ist es potentiell möglich, Hirngewebe zu retten, das bei einem sehr viel späteren Therapiebeginn schon irreparabel zerstört worden wäre, also zu einem Zeitpunkt, an dem ein Schlaganfall überhaupt erstmals in der Computertomographie sichtbar ist.

Außer dieser Verwendung gibt es natürlich noch viele andere Einsatzmöglichkeiten:  Der interessierte Leser sei hier auf die einschlägige Fachliteratur verwiesen.

 

Tensor Diffusions MRTBei dem „Diffusion Tensor Imaging“ werden im Gegensatz zu dem klassischem DWI nur gerichtete Bewegungen der im Hirngewebe enthaltenen Wassermoleküle bestimmt. Somit ist es möglich, feine Nervenbahnen darzustellen, die in der konventionellen MRT-Untersuchung unsichtbar sind.

 

 

 

Tensor Diffusions MRTIn unserer Abteilung wird dieses Verfahren genutzt, um den Verlauf von Nervenbahnen zu bestimmen. Z .B. kann so der Ausprägungsgrad von angeborenen Hirnschädigungen bei Kleinkindern bestimmt werden. Des Weiteren kann untersucht werden, ob ein Tumor in einen speziellen Nervenstrang (z.B.: in die Sehbahn) eingewachsen ist, oder ob er ihn nur zur Seite drückt. Dies kann für die Operationsplanung entscheidend sein!

 

Für weitere Informationen sei auch hier der interessierte Leser auf die einschlägige Fachliteratur verwiesen.