MR Spektroskopie

MRT-Spektroskopie Die Magnetresonanzspektroskopie (MRS) ist ein spezielles Verfahren, mit dem es möglich ist, Konzentrationen spezifischer Moleküle in einem festgelegten Bereich des Körpers zu bestimmen. In der Abteilung für Neuroradiologie verwenden wir ausschließlich das Verfahren der Protonenspektroskopie (1H-Spektroskopie). Der Vorteil dieser Untersuchung ist, dass kein spezielles Kontrastmittel oder radioaktiv markierte Substanzen benötigt werden.

 

Mit Hilfe der MRS gewinnen wir Informationen über denMRT-Spektroskopie aktuellen molekularen Zustand von Hirngewebe und somit wichtige Zusatzinformationen, die in Zusammenschau mit anderen Untersuchungen bei schwierigen Fällen zur Diagnosefindung beiträgt. Bei einem Patienten mit unklarer Erkrankung, die durch „normale“ MRT-Bildgebung zu mehreren verschiedenen Diagnosen passen könnte, ist es oft durch die MRS möglich, die entscheidende Information zu gewinnen: Z.B.: ein „Wiederaufflammen“ eines behandelten Tumors - im Gegensatz zu einem durch erfolgreiche Therapie zerstörtes Tumorgewebe.

 

Das Leistungsspektrum unserer Abteilung umfasst sowohl die sogenannte „Single Voxel Spektroskopie“, als auch „Multi Voxel Spektroskopie“- auch „Chemical Shift Imaging (CSI)“ oder „Metabolite Mapping“ genannt.

 

MRT-SpektroskopieIn enger Zusammenarbeit mit der Neurochirurgischen Klinik der Ludwig-Maximilans-Universität München forschen wir derzeit an einem Verfahren, mit dessen Hilfe eine noch genauere Bestimmung des „Grades der Bösartigkeit“ (Malignität) von Hirntumoren bzw. deren Gewebeproben ermöglicht werden soll.