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Neuroradiologische Magnetresonanztomographie

MRT bei Multipler Sklerose Die Magnetresonanztomographie (MRT), auch als Kernspintomographie oder „Nuclear Magnetic Resonance“ (NMR) bezeichnet, ist eine Untersuchungsmethode, mit der hochauflösende Schnittbilder in beliebiger Schichtführung aller Körperregionen des Menschen dargestellt werden können.

 

Für diese Untersuchung wird der Patient innerhalb eines  starken Magnetfeldes positioniert und unter Verwendung von radiowellenähnlichen, elektromagnetischen Impulsen untersucht. Bei der MRT werden keine Röntgenstrahlen oder radioaktive Substanzen verwendet! Nach heutigen wissenschaftlichen Erkenntnissen ist die MRT für den Menschen – solange man einige Grundregeln befolgt – unschädlich! 

 

 

MRT, WirbelkörperfrakturMRT, WirbelkörperfrakturIn der Neuroradiologie wird die MRT hauptsächlich verwendet, um detaillierte Informationen über das Gehirn, die Schädelknochen, das Wirbelsäulenskelett inklusive der Bandscheiben und das Rückenmark zu gewinnen

 

 

MRT, WirbelkörperfrakturWir führen unsere MRT Untersuchungen an zwei Hochfeld-Kernspintomographen durch. Es handelt sich dabei zum einen um einen 3 Tesla Scanner der neuesten Generation (Signa HDx Excite 3.0T, GE) mit 8 Kanalspule für die Routinebildgebung und hochauflösender 32 Kanalspule für spezielle und wissenschaftliche Fragestellungen.

 

 

Dieses Set up erlaubt uns eine hochauflösende und schnelle Bildgebung auf modernsten technischen Standard durchzuführen, die in wissenschaftlichen Kooperationsprojekten mit dem Hersteller ständig optimiert und weiterentwickelt wird. Desweiteren werden Untersuchungen in Zusammenarbeit mit dem Institut für Radiologische Diagnostik an einem Hochfeld 1.5 Tesla Scanner (Symphony, Siemens) durchgeführt.

 

Häufige Anfragen für MRT-Untersuchungen in unserer Abteilung sind:

  • Schlaganfall, oder zeitweilige Hirndurchblutungsstörung des Gehirns (TIA: Transistorische Ischämische Attacke)

  • Hirnblutung, z.B.: Subarachnoidalblutung (SAB), subdurales- und epidurales Hämatom, intracerebrale Blutung (ICB)

  • Gefäßveränderungen: Gefäßverkalkung (Arterosklerose), Gefäßverengung (Stenose) im Hals- und Kopfbereich, Gefäßverschluß, Gefäßaussackung (Aneurysma)

  • Tumor: Diagnostik, OP-Planung, Therapieüberwachung, Prognose

  • Wirbelsäulenschmerzen, z.B.: Bandscheibenveränderungen, Verschleißerscheinungen, Narbenschmerzen, Wirbelgleiten

  • Entzündung und Infektionen, z.B.: Multiple Sklerose, Creutzfeld-Jakob, FSME, Meningitis, Encephalitis, bakterieller Befall (Abszeß)

  • Demenz, z.B.: Alzheimerdemenz, Frontotemporale Demenz (M.Pick)

  • Parkinson

  • Verletzungen und Unfallfolgen (Trauma)

 

Auch stellt unsere Abteilung MRT-Spezialuntersuchungsmethoden zur Verfügung:

  • Magnetresonanz-Diffusions-Messungen (DWI und DTI)

  • Magnetresonanz-Perfusions-Messungen

  • Funktionelle Magnetresonanztomographie (FMRI)

  • Magnetresonanz-Spektroskopie

  • Navigations-MRT für computergestützte Operationen

  • MRT-Untersuchung von Herzschrittmacher-Patienten

  • MRT-Untersuchung von künstlich beatmeten Patienten (Intensivpatienten)
Diffusion
MR-Spektroskopie
BOLD-fMRI
Tensordiffusion
Navigation
Diffusion
MR-Spektroskopie
BOLD-fMRI
Tensordiffusion
Navigation

 

Ablauf einer MRT-Untersuchung Magnetresonanztomograph

Die MRT-Untersuchung findet im Zentrum eines röhrenförmigen Magneten statt, dabei liegt der Patient auf einer beweglichen, gepolsterten Liege. Die beiden Enden der Röhre sind offen und es besteht ein ständiger Luftstrom von einem Ende zum anderen. Während der Untersuchung wird der Patient über eine Videokamera von dem Untersuchungsteam überwacht, es besteht auch die Möglichkeit, sich über eine Sprechanlage zu unterhalten.

 

MRT, Foetus in uteroDa die MRT-Untersuchung mit teilweise sehr lauten Geräuschen einhergeht, wird der Patient mit einem Lärmschutz (Kopfhörer, oder Ohrstöpsel) geschützt, des weiteren bekommt jeder Patient eine „Alarm-Klingel“, mit der die Untersuchung zu jedem Zeitpunkt unterbrochen werden kann, in die Hand. MRT-Untersuchungen dauern meistens zwischen 15 und 35 Minuten, in einigen Fällen auch länger. Während dieser Zeit muß der Patient möglichst ruhig liegen, da die Bilder – ähnlich einer lange dauernden Photoaufnahme – sonst verwackeln bzw. unscharf werden und somit ihre Aussagekraft sinkt.

Was muss der Patient beachten?

 Die MRT-Untersuchung ist eine absolut unschädliche Untersuchungsmethode, vorausgesetzt es werden einige Vorsichtsmaßnahmen berücksichtigt.

Aufgrund der Stärke des Magnetfeldes – welches um ein Vielfaches größer ist, als das natürliche Magnetfeld der Erde – muss dafür Sorge getragen werden, daß alle nicht fest verankerten Metallteile vom Patienten entfernt werden, dies sind vor allem: Münzgeld, Schlüssel, Schmuck, Feuerzeug, Brille, Taschenmesser und ähnliches.

 Auch muss dafür Sorge getragen werden, dass Gegenstände, die in starken Magnetfeldern beschädigt werden können, entfernt werden. Dies sind vor allem: Hörgerät, Mobiltelefone, Magnetkarten (Kreditkarten), etc.

Da die Qualität der MRT-Bilder äußerst empfindlich auch auf nicht magnetische Metalle reagiert, ist es notwendig, dass jeglicher Schmuck im Untersuchungsgebiet, wie Ohrringe, Halsketten, Piercings, Haarklammern und Haargummis, aber auch BH vor der Untersuchung abgelegt werden.

Folgende, fest implantierte Fremdkörper stellen möglicherweise ein Risiko für eine MRT-Untersuchung und den Patienten dar und bedürfen einer genauen Abklärung durch den Arzt vor der Untersuchung:

  • Herzschrittmacher (Patienten mit Herzschrittmacher können NUR unter speziellen Sicherheitsbedingungen untersucht werden),

  • Hirnschrittmacher (Tiefenelektrodenstimulation),

  •  Insulin und Schmerzmittelpumpen,

  • Gefäßclips, Herzklappenprothesen

  •  Granatsplitter, permanentes Make-up

Keine Gefahr geht von folgenden medizinischen Implantaten aus, vorausgesetzt der Zeitpunkt der Implantation liegt mindestens einen Monat zurück:

  • Hüft- und Kniegelenksprothesen,

  • Koronar-Stents,

  • Zahnfüllungen und Kronen,

  • Metallschienen nach Knochenbruch.

Um unnötige Doppeluntersuchungen und eine bessere Beurteilung von Krankheiten in ihrem zeitlichen Verlauf beurteilen zu können, ist es absolut notwenig, daß jeder Patient alle seine bisher angefertigten Röntgen-, Computer- und Magnetresonanztomographie-Untersuchungen zur MRT-Untersuchung mitbringt.