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Neuroradiologische Computertomographie

 Eine computertomographische Untersuchung besteht aus einer Vielzahl von Schichtbildern mit einer Dicke von jeweils einigen Millimetern. Anders als bei gewöhnlichen (sog. konventionellen) Röntgenuntersuchungen können die Organe überlagungsfrei und daher qualitativ besser abgebildet werden. Der zu untersuchende Körperteil wird bei der Computertomographie schichtweise mit einem rotierenden Röntgenstrahl abgetastet. Die Bildinformation aus jeder Hirngewebeschicht wird dann digitalisiert und im Computer weiterverarbeitet. Die resultierenden Querschnittsbilder setzen sich aus verschiedenen Graustufen zusammen. Die verschiedenen Gewebe unterscheiden sich in ihrer jeweils für eine Gewebeart charakteristischen Dichte. Jedem Dichtewert ist eine Graustufe zugeteilt. Luft ist schwarz und Knochen weiß dargestellt, alle anderen Gewebe werden durch dazwischenliegende Graustufen abgebildet.

 

Schema Schnittbilddiagnostik CT Einzelschichten

Krankhaft verändertes Hirngewebe kann sich je nach Art der Erkrankung mit gleicher ("isodens"), mit höherer ("hyperdens") oder mit niedrigerer ("hypodens") Dichte als das umgebende, gesunde Gewebe darstellen. Manche Läsionen zeigen eine Dichte, die sich kaum vom umliegendenen Hirngewebe unterscheidet. Durch die intravenöse Gabe eines Kontrastmittels kann in solchen Fällen eventuell eine Verbesserung der Erkennbarkeit der Läsion erreicht werden. Eine mögliche Anreicherung des Kontrastmittels in der Läsion hilft bei der genaueren Einordnung der Ursache der Erkrankung.

Indikationen zur Durchführung einer CT-Untersuchung

 

Da die CT schnell und einfach durchzuführen ist, wird sie oft als Untersuchung der ersten Wahl bei akuten Erkrankungen eingesetzt. Die Durchführung einer CT-Untersuchung des Kopfes mit oder ohne Kontrastverstärkung ist z. B. sinnvoll bei Verdacht auf folgende Erkrankungen:


Hirnblutung


Schlaganfall


Hirntumor


knöcherne
Schädelverletzung


Bandscheibenvorfall

Praktischer Ablauf der Untersuchung

CT 

Die Untersuchung ist schmerzlos und dauert ca. 5 bis 10 min. Der Patient liegt bei der Untersuchung auf einem speziellen, beweglichen Tisch. Er wird mit diesem Tisch bis zur Körperstelle, die untersucht werden soll, ins CT-Gerät hineingefahren. Während der Untersuchung sollte der Patient möglichst entspannt liegen und Bewegungen vermeiden, da diese zu Artefakten führen und die Bildbeurteilung unmöglich machen können. Zur Klärung spezieller Fragestellungen sollte zusätzlich eine intravenöse Injektion eines Kontrastmittels erfolgen. In der Regel wird zunächst eine "native" Bilderserie aufgenommen, dann injiziert der Arzt das Kontrastmittel über einen zuvor angelegten venösen Zugang und die Untersuchung wird wiederholt. Der Patient bleibt währenddessen im Gerät. In manchen Fällen verspürt er während der Gabe des Kontrastmittels ein Wärmegefühl im Körper. Das ist eine normale Reaktion des Körpers, die nach einigen Sekunden vorübergeht.

Was sollte bei der Untersuchung beachtet werden?

  • Eine Schwangerschaft sollte ausgeschlossen sein, da die Computertomographie eine besondere Form der Röntgenuntersuchung ist und daher eine Strahlenbelastung darstellt.

  • Soll eine Kontrastmittelgabe erfolgen, müssen einige Punkte berücksichtigt werden, um unerwünschte Wirkungen des Kontrastmittels möglichst zu vermeiden. Der Patient füllt dazu vor Beginn der Untersuchung einen Fragebogen aus. Die Fragen beziehen sich u.a. auf folgende Punkte:

  • In seltenen Fällen sind allergische Reaktionen auf das jodhaltige Kontrastmittel möglich. Ist eine allergische Veranlagung des Patienten auf Kontrastmittel oder Jod bekannt, kann eine medikamentöse Prophylaxe vor Gabe des Kontrastmittels erfolgen.

  • Wichtig ist die Angabe, ob bei dem Patienten eine Schilddrüsenerkrankung bekannt ist. Das jodhaltige Kontrastmittel würde bei einer Überfunktion der Schilddrüse (Hyperthyreose) durch übermäßige Jodaufnahme in die Schilddrüse ein starkes Ansteigen der Schilddrüsenhormone bewirken. Ist eine Schilddrüsenüberfunktion bekannt, kann ebenfalls vorsorglich ein Medikament verabreicht werden, das die Jodaufnahme in die Schilddrüse hemmt.

  • Das Kontrastmittel wird nach der Untersuchung mit dem Harn ausgeschieden. Der Patient wird daher gebeten, anzugeben, ob bei ihm eine Nierenerkrankung bekannt ist, da der Arzt Informationen über die Nierenfunktion des Patienten braucht