Neuroradiologische Angiographie

Vorbereitung zur Aufnahme

Zur stationären Aufnahme mitbringen sollten Sie:

  • einen stationären Überweisungsschein für die Neurochirurgie oder Neurologie
  • sämtliche verfügbaren Arztbriefe und Bilder ein aktuelles Labor mit Gerinnungswerten (Quick, PTT INR, Thrombozyten), Schilddrüsenwerten (TSH, T3) und Nierenwerten (Krea)

Obwohl es sich bei einer Angiographie um eine invasive Untersuchung mit Punktion einer Arterie handelt müssen Sie eine ärztlich angeordnete Blutverdünnung meist nicht absetzen.

Sollten Sie wegen Herzkreislauferkrankungen, bekannten Gefäßengstellen oder Stents eine Blutverdünnung mit ASS und/oder Plavix einnehmen, kann diese für die Angiographie fortgesetzt werden. Auch eine Blutverdünnung mit Markumar muss nicht in jedem Falle abgesetzt oder umgestellt werden. Hier bitten wir jedoch zuvor um persönliche Rücksprache mit der aufnehmenden Station, oder uns in der Angiographie.

2 Tage vor der Angiographie ABGESETZT werden sollten hingegen metforminhaltige Antidibetika. Hier sind Nebenwirkungen im Zusammenhang mit den von uns verwendeten jodhaltigen Kontrastmitteln bekannt.

Werden Sie am Morgen des Untersuchungstages aufgenommen, bitten wir Sie bereits zwischen 7:30 und 8:00 nüchtern zu erscheinen.

Ablauf einer Angiographie (Gefäßdarstellung)

Am Vortag, oder häufiger am Morgen der diagnostischen der Angiographie wird der Patient stationär aufgenommen. Bitte finden Sie sich morgens bis 8:00 mit Unterlagen in der zentralen Aufnahme ein und lassen sich auf die zuvor vereinbarte Station der Neurologie (G8, G8b, H8) oder Neurochirurgie (H9) aufnehmen.

 

DSAAnschließend findet auf Station die übliche Aufnahmeroutine auf Station mit Gespräch und Blutabnahme statt. Ein Mitarbeiter der Neuroradiologie führt mit dem Patienten ein Aufklärungsgespräch und bespricht die Einzelheiten der Untersuchung am nächsten Tag.

Am Morgen der Angiographie bleibt der Patient nüchtern und wird zu seinem Termin im Bett in die Röntgenabteilung gebracht.  Auf dem Untersuchungstisch werden eine Infusion, ein EKG und eine Fingersonde zur Pulsoxymetrie (Überwachung der Sauerstoffsättigung) angelegt.

 

AngiographieDann erhält der Patient eine örtliche Betäubung in der Leiste. Über die Leistenarterie kann anschließend ein kleiner Katheter bis in Höhe der Halsgefäße vorgeschoben werden. Über diesen werden mittels einer Kontrastmittelinjektion die interessierenden Kopf- und Halsgefäße dargestellt und mit Röntgenserien in 2 Ebenen dokumentiert.

Außerdem besteht die Möglichkeit einer sogenannten 3D Rotationsangiographie, bei der ein 3-dimensionaler Datensatz akquiriert wird, der nach Nachverarbeitung eine 3D Darstellung der Hirngefäße ermöglicht.

 

KatheterDer Patient empfindet bei der Kontrastmittelinjektion meist ein über einige Sekunden anhaltendes Wärmegefühl in der entsprechenden Körperregion. Nach Beendigung der Untersuchung wird der Katheter entfernt und die Leistenarterie mehrere Minuten abgedrückt. Anschließend wird ein Druckverband angelegt.

In der Regel muss der Patient Bettruhe bis zum nächsten Morgen einhalten.