Häufig gestellte Fragen (FAQ)

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Copyright: LMU Klinikum München

Wann werden die Gesamtergebnisse der ersten Erhebungsphase veröffentlicht?

Die erste Phase ist geschafft, die geplanten 3.000 Haushalte wurden besucht und damit konnten gut 6.000 Teilnehmer*innen aus München für KoCo19 gewonnen werden – herzlichen Dank für das Vertrauen und den großartigen Einsatz! Fast alle Haushalte haben die individuellen Ergebnisse ihrer ersten Blutuntersuchung erhalten. Die letzten Ergebnisse aus Filterpapierblutuntersuchungen sowie einige Sonderfälle werden gerade noch übermittelt. Wir wissen nun, dass bislang nur ein kleiner Teil der Münchner Bevölkerung Antikörper gegen das SARS-CoV-2 aufweist. Derzeit sind wir dabei, die Daten im Detail zu analysieren und in Kürze zu veröffentlichen.

Das öffentliche Interesse an den Resultaten der ersten Erhebungsphase von KoCo19 ist groß. Wir arbeiten mit Hochdruck daran, die Ergebnisse unserer Analysen in den nächsten Wochen wissenschaftlich in mehreren internationalen Fachmagazinen zu publizieren und werden dies dann auch umgehend auf dieser Website bekanntgeben. Wir bitten Sie, bis dahin von individuellen Anfragen abzusehen.

Die Ergebnisveröffentlichung nimmt etwas mehr Zeit in Anspruch als ursprünglich angenommen. Dies liegt insbesondere daran, dass wir gemäß der Devise „Sorgfalt vor Schnelligkeit“ maximal aussagekräftige und stichhaltige Erkenntnisse präsentieren möchten. Dies erfordert umfangreiche Laboranalysen und komplexe Simulationen. In die Auswertung fließen einige Innovationen ein: Wir arbeiten beispielsweise alle Proben noch mit besseren Testverfahren auf, die zu Beginn der Studie im April 2020 noch gar nicht verfügbar waren. Zudem wurden bei Proband*innen, die mit dem neuartigen Coronavirus infiziert waren, umfangreiche Nachtestungen vorgenommen, um die Aussagekraft der Daten zusätzlich zu erhöhen. Die Ergebnisse zur Immunantwort auf SARS-CoV-2 werden durch bis zu sieben unterschiedliche Testverfahren (z. B. auch ein so genannter Virus-Neutralisationstest sowie verschiedene in-vitro-Diagnostika) verglichen und validiert, wodurch der Datensatz noch verlässlicher wird. Mit diesen umfangreichen Analysen der Blutproben kann nicht nur nachgewiesen werden, ob eine Person Antikörper im Blut hat, sondern auch, ob diese (Antikörper) SARS-CoV-2 zumindest unter Laborbedingungen daran hindern können, menschliche Zellen zu infizieren. Die Frage, wieweit Antikörper eine Schutzwirkung beim Menschen vermitteln, ist derzeit noch unbekannt und wird erst im Laufe der Zeit beantwortet werden können.   

Ein weiterer Aspekt ist der Aufbau einer hochspezialisierten Studien-Infrastruktur zur SARS-CoV-2 Testung innerhalb kürzester Zeit. Das KoCo19 Labor am LMU Tropeninstitut wurde parallel zur KoCo19 Studie errichtet und ist mittlerweile zu einem spezialisierten Kompetenzzentrum für die SARS-CoV-2 Antikörpertestung avanciert. Beispielsweise wurde im KoCo19 Labor für den weiteren Verlauf der Studie im Labor ein sehr zuverlässiges Testverfahren zur Analyse von SARS-CoV-2 spezifischen Antikörpern mittels getrockneter Blutstropfen auf Filterpapier entwickelt.  Dies erlaubt die Analyse von Antikörpern aus einem Blutstropfen aus der Fingerbeere. So können wir zukünftig in vielen Fällen auf die venöse Blutentnahme verzichten, was z. B. auch eine großflächige Testung bei Kindern möglich macht und auch in verschiedenen anderen Zusammenhängen Anwendung finden kann. In die Studie fließen zudem Erkenntnisse aus verschiedenen anderen Studienteilen ein, die neben der laufenden KoCo19 Hauptstudie gestartet wurden. Weitere Informationen werden wir in Kürze bekanntgeben.  

Wir werden selbstverständlich für Sie die Entwicklung der Pandemie weiter im Blick behalten: All die in die KoCo19 Studie investierte Zeit und Energie dient auch dazu, die bestmögliche Teststrategie für München zu entwickeln und somit für den weiteren Verlauf der Pandemie gerüstet zu sein. Wir freuen uns, Ihnen bald die Ergebnisse der ersten Erhebungsphase zu präsentieren und wissen Ihr Engagement und Ihr Interesse an dieser wichtigen Studie sehr zu schätzen!

Ihr KoCo19 Studienteam



Wie geht es für Teilnehmer*innen weiter?

Liebe Studienteilnehmer*innen,

wir schätzen sehr, dass Sie uns als KoCo19 Teilnehmer*innen auch im weiteren Verlauf der Studie unterstützen. Für die künftige Blutproben-Entnahme haben wir im Labor ein vereinfachtes Verfahren entwickelt, das die Analyse der Antikörper aus einem Blutstropfen aus der Fingerbeere erlaubt. So können wir zukünftig auf die venöse Blutentnahme mit Terminvereinbarung in den meisten Fällen verzichten, weil Sie sich dann als Teilnehmer*in bequem von zu Hause aus selbst testen können (siehe YouTube Video).

Wann genau wir weitere Proben benötigen, hängt von der Entwicklung der COVID-19 Pandemie in München ab. Wir werden uns deswegen zu gegebener Zeit bei Ihnen melden. Entgegen der ursprünglichen Ankündigung erscheint es aktuell nicht sinnvoll, die Studienteilnehmer*innen alle 4-8 Wochen auf Antikörper zu untersuchen, da die Anzahl der Neuinfektionen seit Juni gering war. Wir planen, im Oktober die nächste Runde der Blutuntersuchungen nach den Sommerferien zu beginnen. Denn als Wissenschaftler*innen möchten wir z. B. auch wichtige Fragen wie das Risiko nach der Rückkehr aus dem Urlaub oder die Schul- und Kita-Öffnungen begleiten.

Sollten Sie im weiteren Verlauf der Studie Symptome einer SARS-CoV-2-Infektion haben, veranlassen wir natürlich weiterhin eine umgehende PCR-Testung für Sie. Zudem wird die Befragung per Fragebogen-App fortgeführt, hierzu kontaktiert Sie unser Studienteam. Auch hier danken wir Ihnen sehr für Ihre Beteiligung.




Was sind die Vorteile einer Teilnahme an der Studie?


Wenn Sie während der Studienteilnahme Symptome vereinbar mit einer SARS-CoV-2 Infektion entwickeln, haben Sie die Möglichkeit, am Tropeninstitut, LMU Klinikum München, eine Testung per Nasenrachenabstrich machen zu lassen. Im Falle einer akuten Infektion mit dem neuartigen Coronavirus werden Sie umgehend informiert und bei schweren Symptomen erfolgt eine Einweisung in ein Münchner Krankenhaus.   

Durch die in der Studie durchgeführten Untersuchungen erfahren Sie, ob Sie bereits (möglicherweise unerkannt) mit SARS-CoV-2 infiziert waren und Antikörper dagegen entwickelt haben. Im Verlauf ist auch die zusätzliche Testung dieser Antikörper geplant, um die eventuell damit einhergehende Schutzwirkung besser einschätzen zu können.

Durch Ihre Teilnahme können Sie einen aktiven Beitrag zur Bekämpfung dieser Pandemie leisten. Die neuen wissenschaftlichen Erkenntnisse tragen dazu bei die “Social Distancing” Maßnahmen so zu steuern, dass wir unsere Krankenhäuser nicht überlasten und gleichzeitig aber auch das soziale Leben nicht über die Maße einschränken.


Wer kann teilnehmen und wie läuft die Studie ab?

Die Rekrutierung der 3.000 Haushalte mit über 6.000 Teilnehmer*innen ist abgeschlossen. Die Auswahl der Teilnehmer*innen erfolgte nach wissenschaftlichen Kriterien repräsentativ und nach dem Zufallsprinzip. Falls Ihr Haushalt ausgewählt wurde, wurden Sie bereits durch unser Studienteam kontaktiert. Wir bitten um Ihr Verständnis, dass wir keine Teilnehmer auf Anfrage aufnehmen können. Trotzdem danken wir Ihnen herzlich für Ihr Interesse an der Studie.

Für die Studie wurden zufällig bestimmte und repräsentative Teilnehmer (Kohorte) aller Altersgruppen aus der Münchner Gesamtbevölkerung ausgewählt. Dies erfolgte nach dem so genannten Random Route Verfahren. Hierzu wurden 100 der 755 Münchner Stimmbezirke zufällig ausgewählt. Ausgehend vom geographischen Mittelpunkt dieser 100 Stimmbezirke gingen die Studienteams eine vorab nach einem Algorithmus festgelegte Route ab, entlang derer sie 3000 Haushalte eingeschlossen haben.

Die Teilnehmer*innen werden in verschiedenen Zeitabständen um eine Blutprobe zur Bestimmung von SARS-CoV-2 Antikörpern gebeten. Jedes Haushaltsmitglied wird zudem über den Verlauf der Studie um die Führung eines Symptom-, Aufenthalts- und Kontakttagebuchs per Fragebogen-App gebeten.


Birgt die Teilnahme ein Risiko für mich?


Durch die Teilnahme sind Sie allenfalls sehr geringen gesundheitlichen Risiken ausgesetzt. Unser medizinisch geschultes Fachpersonal befolgt beim „Hausbesuch“ die Patientensicherheitsvorgaben des Robert Koch-Instituts, um sie maximal zu schützen. Das Team ist geschult in der venösen Blutentnahme und Patientenbefragung. Schutzkleidung und infektiöse Materialien werden selbstverständlich nach jedem Besuch bei einem Studienteilnehmer gewechselt und sicher entsorgt.

Das mobile Team hält sich an die aktuell empfohlenen Abstandsregeln und Schutzmaßnahmen und ist mit dem Auto unterwegs, nicht mit öffentlichen Verkehrsmitteln. Das Studienteam weist sich als solches klar aus, so dass Sie sichergehen können, wenn Sie unserem Team Zutritt zu Ihrer Wohnung gewähren. Ihre persönlichen Angaben und Gesundheitsdaten werden nach den Vorgaben der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) vertraulich behandelt.

Die Teilnahme an der Studie ist freiwillig. Sie können Ihre jeweilige Einwilligung jederzeit ohne Angabe von Gründen schriftlich oder mündlich widerrufen, ohne dass Ihnen daraus ein Nachteil entsteht.


Werden durch die Studie Testkapazitäten oder medizinisches Personal gebunden, die andernorts benötigt werden?


Nein. Durch die Studie werden keine Testmöglichkeiten vorenthalten, die sonst anderen, akut erkrankten Patienten zur Verfügung stünden. Die in dieser Studie durchgeführte Testung dient nicht der Akutdiagnose und -versorgung, sondern untersucht nur bereits stattgefundene, durchgemachte SARS-CoV-2 Infektionen. Zudem wird für die Studie nur zusätzliches medizinisches Personal eingesetzt, das nicht in die Akutversorgung von COVID-19 Patienten eingebunden oder -geplant ist. Ein großer Dank an dieser Stelle an alle, die sich so kurzfristig bereit erklärt haben, das Forschungsvorhaben zu unterstützen.


Wie erreiche ich das KoCo19 Team?


Telefon-Hotline: +49 (0)89 4400-59866

Die Hotline ist erreichbar von:

Montag bis Freitag 9:00 bis 12:00 Uhr
Zusätzlich Montag und Mittwoch 15:00 bis 18:00 Uhr
Am Samstag, Sonntag sowie an Feiertagen ist die Hotline nicht besetzt

Nasen-Rachenabstrich Terminvereinbarung: +49 (0)1525 471 3297

Nur für Studienteilnehmer

Die Hotline ist erreichbar von:

Montag bis Freitag 9:00 bis 11:00
Zusätzlich Montag, Mittwoch und Freitag 15:00 bis 18:00 Uhr
Am Samstag, Sonntag sowie an Feiertagen ist die Hotline nicht besetzt




LMU Klinikum München
Abteilung für Infektions- und Tropenmedizin
Leopoldstr. 5
80802 München

E-Mail:
Für Studienteilnehmer: koco19@med.uni-muenchen.de
Für Presseanfragen: presse@lrz.uni-muenchen.de


Weitere Informationen:



Stand: 10.09.2020, Änderungen vorbehalten.

 
EN

Sprechstunde nur mit Termin

Terminvergabe unter:

089-2180 13500

Leopoldstr. 5
80802 München

 

Impfsprechstunde nur mit Termin

Terminvergabe unter:

089-2180 13500


KoCo19 Hotline

089-4400-59866

Montag - Freitag
9:00 - 12:00

Zusätzlich:
Montag und Mittwoch
15:00 - 18:00

KoCo19 Nasen-Rachenabstrich-Terminvereinbarung 0152-5471-3297

Nur für Studienteilnehmer

Montag - Freitag
9:00 - 11:00

Zusätzlich:
Montag, Mittwoch, Freitag
15:00 - 18:00


Im Notfall

Notaufnahme der
Medizinischen Klinik
Innenstadt
Ziemssenstr. 1
80336 München
Tel.: 089 44004402

 

Kontakt Direktion

Tel.: 0049-89-4400 59800

Email: gezgin<at>lrz.uni-muenchen.de