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Aktuelles

Online-Vortrag über KoCo19

Ein Vortrag über KoCo19 von Professor Hoelscher und dem Studienteam im Kolloquium "Statistische Methoden in der empirischen Forschung" der Freien Universität Berlin vom 16. Juni 2020 ist jetzt auf YouTube verfügbar.



Rekrutierung der 3.000 Haushalte abgeschlossen

Seit dem Start von KoCo19 am 06. April 2020 haben wir durch das Random Route Verfahren 3.000 Haushalte im gesamten Münchner Stadtgebiet identifiziert. Zum 12. Juni 2020 haben wir alle rekrutierten Haushalte besucht und damit die Gesamtzahl von 3.003 Haushalten mit 6.117 Bewohnern in die Studie eingeschlossen. Wir bedanken uns für die Bereitschaft der zufällig ausgewählten Haushalte, an unserer Studie teilzunehmen.

Bis ca. Ende Juli 2020 müssten erste Gesamtergebnisse der ersten Erhebungsphase vorliegen und werden dann nach ausführlicher Analyse (siehe weitere Informationen unten) kommuniziert. Professor Michael Hölscher äußert sich zum Stand der Forschung: „Im Augenblick untersuchen wir die Blutproben der Probanden. Da die Genauigkeit der Tests noch ungewiss ist, sind weitere Untersuchungen für jede einzelne Probe notwendig. Aus diesem Grund wäre es unseriös, vorläufige Ergebnisse zu kommunizieren. Aktuell halten wir an unserer ursprünglichen Schätzung fest, dass die Infektionsrate im unteren einstelligen Prozentbereich liegt.“

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Wie verläuft die Auswertung und wann ist mit Ergebnissen zu rechnen?

Ein Preprint des Methodenpapers zur Studie ist hier verfügbar: https://www.medrxiv.org/content/10.1101/2020.04.28.20082743v1

Zum Nachweis von Antikörpern gegen das neue Coronavirus SARS-CoV-2 als Anzeichen einer überstandenen Infektion werden aktuell im KoCo19 Labor am Tropeninstitut München serologische Tests, so genannte Enzyme Linked Immunosorbant Assays (ELISA) durchgeführt. Auch wenn diese verfügbaren Antikörpertests bereits über eine sehr hohe Spezifität (über 98 %) verfügen, haben sie bislang eine Fehlerquote von ungefähr zwei bis drei Prozent - auf 100 Tests kommen mindestens zwei unspezifisch reaktive Ergebnisse (vereinfacht als „falsch positiv“ bezeichnet). Diese kleine Rate unspezifisch reaktiver Ergebnisse kann in Bezug auf das Gesamtergebnis zu massiven statistischen Verzerrungen führen. Unspezifisch reaktiv bedeutet: Fällt ein Testergebnis positiv aus, heißt das noch nicht, dass die Person tatsächlich mit SARS-CoV-2 infiziert war möglicherweise mit einem artverwandten Virus. In Schätzungen vor Beginn der Studie gehen wir davon aus, dass die Prävalenz im niedrigen einstelligen Bereich liegen könnte.  

Um zu aussagekräftigen Ergebnissen zu gelangen, d.h. zu beschreiben, wie viele Personen tatsächlich bereits eine Infektion mit SARS-CoV-2 durchgemacht haben, müssen die Ergebnisse durch weitere Tests abgesichert werden. Hierfür wird ein so genannter Neutralisationstest an Zellkulturen durchgeführt - für SARS-CoV-2 gibt es hierfür bislang kein Routineverfahren. Der Neutralisationstest gibt Aufschluss darüber, ob die nachgewiesenen Antikörper im Blut das neuartige Coronavirus tatsächlich unschädlich machen. Zum anderen erhöht sich die Aussagekraft durch eine mehrmalige Testung der Teilnehmer über den Zeitverlauf. Um eine genauere Bestimmung vorzunehmen, führen wir zudem weitere aufwendige Tests durch: Als Beispiel sind hier Testungen auf andere zirkulierende Coronaviren genannt, welche Hinweise auf Kreuzreaktivitäten liefern können, oder Testungen auf spezifische Virenbruchstücke („peptide arrays“), welche Hinweise darauf liefern können, an welchen Strukturen von SARS-CoV-2 die gefundenen Antikörper genau andocken.

Da das Verfahren zur Antikörpertestung auf SARS-CoV-2 sehr komplex ist, bitten wir Sie, um verlässliche Aussagen in Bezug auf die exakten Daten der Gesamtkohorte von KoCo19 treffen zu können, noch um etwas Geduld. Bis ca. Ende Juli 2020 müssten erste Gesamtergebnisse der ersten Erhebungsphase vorliegen und werden dann nach ausführlicher Analyse kommuniziert.


Hinweis: Gegendarstellung

Bitte beachten Sie, dass es sich bei den Aussagen aus dem Titeltext (Seite 1) im Münchner Merkur vom 13.05.2020 sowie auf TZ Online vom 22.05.2020 (siehe Artikel) um eine irreführende Darstellung handelt. Entgegen der dortigen Angaben haben wir bis heute keine Zwischenergebnisse veröffentlicht, noch eine offizielle Schätzung zu einer Infektionsrate/Dunkelziffer von 5 % herausgegeben.

Zum Fortschritt der Studie beachten Sie bitte unsere oben genannten offiziellen Angaben.



Stand: 19.06.2020, Änderungen vorbehalten.

 
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