Aktuelles

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Copyright: LMU Klinikum München


Erreichbarkeit der KoCo19 Hotline +49 (0)89 4400-59866

Bitte beachten Sie die geänderten Uhrzeiten der Hotline.
Diese ist nun erreichbar von:

Montag bis Freitag 9:00 bis 12:00 Uhr
Zusätzlich Montag und Mittwoch 15:00 bis 18:00 Uhr
Am Samstag, Sonntag sowie an Feiertagen ist die Hotline nicht besetzt 


Wann werden die Gesamtergebnisse der ersten Erhebungsphase veröffentlicht?


Die erste Phase ist geschafft, die geplanten 3.000 Haushalte wurden besucht und damit konnten gut 6.000 Teilnehmer*innen aus München für KoCo19 gewonnen werden – herzlichen Dank für das Vertrauen und den großartigen Einsatz! Fast alle Haushalte haben die individuellen Ergebnisse ihrer ersten Blutuntersuchung erhalten. Die letzten Ergebnisse aus Filterpapierblutuntersuchungen sowie einige Sonderfälle werden gerade noch übermittelt. Wir wissen nun, dass bislang nur ein kleiner Teil der Münchner Bevölkerung Antikörper gegen das SARS-CoV-2 aufweist. Derzeit sind wir dabei, die Daten im Detail zu analysieren und in Kürze zu veröffentlichen.

Das öffentliche Interesse an den Resultaten der ersten Erhebungsphase von KoCo19 ist groß. Wir arbeiten mit Hochdruck daran, die Ergebnisse unserer Analysen in den nächsten Wochen wissenschaftlich in mehreren internationalen Fachmagazinen zu publizieren und werden dies dann auch umgehend auf dieser Website bekanntgeben. Wir bitten Sie, bis dahin von individuellen Anfragen abzusehen.

Die Ergebnisveröffentlichung nimmt etwas mehr Zeit in Anspruch als ursprünglich angenommen. Dies liegt insbesondere daran, dass wir gemäß der Devise „Sorgfalt vor Schnelligkeit“ maximal aussagekräftige und stichhaltige Erkenntnisse präsentieren möchten. Dies erfordert umfangreiche Laboranalysen und komplexe Simulationen. In die Auswertung fließen einige Innovationen ein: Wir arbeiten beispielsweise alle Proben noch mit besseren Testverfahren auf, die zu Beginn der Studie im April 2020 noch gar nicht verfügbar waren. Zudem wurden bei Proband*innen, die mit dem neuartigen Coronavirus infiziert waren, umfangreiche Nachtestungen vorgenommen, um die Aussagekraft der Daten zusätzlich zu erhöhen. Die Ergebnisse zur Immunantwort auf SARS-CoV-2 werden durch bis zu sieben unterschiedliche Testverfahren (z. B. auch ein so genannter Virus-Neutralisationstest sowie verschiedene in-vitro-Diagnostika) verglichen und validiert, wodurch der Datensatz noch verlässlicher wird. Mit diesen umfangreichen Analysen der Blutproben kann nicht nur nachgewiesen werden, ob eine Person Antikörper im Blut hat, sondern auch, ob diese (Antikörper) SARS-CoV-2 zumindest unter Laborbedingungen daran hindern können, menschliche Zellen zu infizieren. Die Frage, wieweit Antikörper eine Schutzwirkung beim Menschen vermitteln, ist derzeit noch unbekannt und wird erst im Laufe der Zeit beantwortet werden können.   

Ein weiterer Aspekt ist der Aufbau einer hochspezialisierten Studien-Infrastruktur zur SARS-CoV-2 Testung innerhalb kürzester Zeit. Das KoCo19 Labor am LMU Tropeninstitut wurde parallel zur KoCo19 Studie errichtet und ist mittlerweile zu einem spezialisierten Kompetenzzentrum für die SARS-CoV-2 Antikörpertestung avanciert. Beispielsweise wurde im KoCo19 Labor für den weiteren Verlauf der Studie im Labor ein sehr zuverlässiges Testverfahren zur Analyse von SARS-CoV-2 spezifischen Antikörpern mittels getrockneter Blutstropfen auf Filterpapier entwickelt.  Dies erlaubt die Analyse von Antikörpern aus einem Blutstropfen aus der Fingerbeere. So können wir zukünftig in vielen Fällen auf die venöse Blutentnahme verzichten, was z. B. auch eine großflächige Testung bei Kindern möglich macht und auch in verschiedenen anderen Zusammenhängen Anwendung finden kann. In die Studie fließen zudem Erkenntnisse aus verschiedenen anderen Studienteilen ein, die neben der laufenden KoCo19 Hauptstudie gestartet wurden. Weitere Informationen werden wir in Kürze bekanntgeben.  

Wir werden selbstverständlich für Sie die Entwicklung der Pandemie weiter im Blick behalten: All die in die KoCo19 Studie investierte Zeit und Energie dient auch dazu, die bestmögliche Teststrategie für München zu entwickeln und somit für den weiteren Verlauf der Pandemie gerüstet zu sein. Wir freuen uns, Ihnen bald die Ergebnisse der ersten Erhebungsphase zu präsentieren und wissen Ihr Engagement und Ihr Interesse an dieser wichtigen Studie sehr zu schätzen!

Ihr KoCo19 Studienteam



Wie geht es für Teilnehmer*innen weiter?

Liebe Studienteilnehmer*innen,

wir schätzen sehr, dass Sie uns als KoCo19 Teilnehmer*innen auch im weiteren Verlauf der Studie unterstützen. Für die künftige Blutproben-Entnahme haben wir im Labor ein vereinfachtes Verfahren entwickelt, das die Analyse der Antikörper aus einem Blutstropfen aus der Fingerbeere erlaubt. So können wir zukünftig auf die venöse Blutentnahme mit Terminvereinbarung in den meisten Fällen verzichten, weil Sie sich dann als Teilnehmer*in bequem von zu Hause aus selbst testen können (siehe YouTube Video).

Wann genau wir weitere Proben benötigen, hängt von der Entwicklung der COVID-19 Pandemie in München ab. Wir werden uns deswegen zu gegebener Zeit bei Ihnen melden. Entgegen der ursprünglichen Ankündigung erscheint es aktuell nicht sinnvoll, die Studienteilnehmer*innen alle 4-8 Wochen auf Antikörper zu untersuchen, da die Anzahl der Neuinfektionen seit Juni gering war. Wir planen, im Oktober die nächste Runde der Blutuntersuchungen nach den Sommerferien zu beginnen. Denn als Wissenschaftler*innen möchten wir z. B. auch wichtige Fragen wie das Risiko nach der Rückkehr aus dem Urlaub oder die Schul- und Kita-Öffnungen begleiten.

Sollten Sie im weiteren Verlauf der Studie Symptome einer SARS-CoV-2-Infektion haben, veranlassen wir natürlich weiterhin eine umgehende PCR-Testung für Sie. Zudem wird die Befragung per Fragebogen-App fortgeführt, hierzu kontaktiert Sie unser Studienteam. Auch hier danken wir Ihnen sehr für Ihre Beteiligung.



Online-Vortrag über KoCo19

Ein Vortrag über KoCo19 von Professor Hoelscher und dem Studienteam im Kolloquium "Statistische Methoden in der empirischen Forschung" der Freien Universität Berlin vom 16. Juni 2020 ist jetzt auf YouTube verfügbar.


Methodik: Preprint verfügbar

Ein Preprint des Methodenpapers zur Studie ist hier verfügbar: https://www.medrxiv.org/content/10.1101/2020.04.28.20082743v1


Rekrutierung der 3.000 Haushalte abgeschlossen

Seit dem Start von KoCo19 am 06. April 2020 haben wir durch das Random Route Verfahren 3.000 Haushalte im gesamten Münchner Stadtgebiet identifiziert. Zum 12. Juni 2020 haben wir alle rekrutierten Haushalte besucht und damit die Gesamtzahl von 3.003 Haushalten mit 6.117 Bewohnern in die Studie eingeschlossen. Wir bedanken uns für die Bereitschaft der zufällig ausgewählten Haushalte, an unserer Studie teilzunehmen.

In den nächsten Wochen werden die Gesamtergebnisse der ersten Erhebungsphase vorliegen und werden dann nach ausführlicher Analyse (siehe weitere Informationen oben) kommuniziert. Professor Michael Hölscher äußert sich zum Stand der Forschung: „Im Augenblick untersuchen wir die Blutproben der Probanden. Da die Genauigkeit der Tests noch ungewiss ist, sind weitere Untersuchungen für jede einzelne Probe notwendig. Aus diesem Grund wäre es unseriös, vorläufige Ergebnisse zu kommunizieren. Aktuell halten wir an unserer ursprünglichen Schätzung fest, dass die Infektionsrate im unteren einstelligen Prozentbereich liegt.“


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Hinweis: Gegendarstellung

Bitte beachten Sie, dass es sich bei den Aussagen aus dem Titeltext (Seite 1) im Münchner Merkur vom 13.05.2020 sowie auf TZ Online vom 22.05.2020 (siehe Artikel) um eine irreführende Darstellung handelt. Entgegen der dortigen Angaben haben wir bis heute keine Zwischenergebnisse veröffentlicht, noch eine offizielle Schätzung zu einer Infektionsrate/Dunkelziffer von 5 % herausgegeben.

Zum Fortschritt der Studie beachten Sie bitte unsere oben genannten offiziellen Angaben.



Stand: 18.08.2020, Änderungen vorbehalten.

 
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Im Notfall

Notaufnahme der
Medizinischen Klinik
Innenstadt
Ziemssenstr. 1
80336 München
Tel.: 089 44004402

 

Kontakt Direktion

Tel.: 0049-89-4400 59800

Email: gezgin<at>lrz.uni-muenchen.de