PhD-Program International Health: 14 December 2011 Opening of the Online-Application-Portal for the next term starting in October 2012
Eröffnung des PhD-Programms International Health des CIHLMU
Am 04. Oktober 2010 startete der erste Jahrgang des PhD Programms "International Health" unter dem Dach des CIHLMU Center for International Health, begleitet von einem Festakt am Mittwich, den 06. Oktober 2010, im Pharmakologie-Hörsaal des Walther-Straub-Institutes, Nußbaumstr. 26.
Von über 400 Bewerbern aus Partnerhochschulen und anderen Institutionen weltweit, wurden 13 Kandidaten aus zehn Ländern ausgewählt, die von Oktober bis Dezember 2010 den ersten von insgesamt drei Kurzaufenthalten in München verbringen konnten. Das Kurrikulum des Programms hat eine Dauer von drei Jahren.
Die Ludwig-Maximilians-Universität (LMU) hat am 05. November 2009 offiziell das neue interdisziplinäre Center for International Health (CIHLMU) eröffnet, das vom Deutschen Akademischen Austausch Dienst (DAAD) mit fünf Millionen Euro gefördert wird. Vier Fakultäten und zwölf Institute der LMU arbeiten im CIHLMU gemeinsam mit mehr als 50 beteiligten Universitäten, Ministerien und Organisationen in Entwicklungsländern, indem sie Bildung und Forschung im Gesundheitssektor dieser Länder stärken. Im Fokus stehen dabei die Millenniums-Entwicklungsziele der Vereinten Nationen, insbesondere die Bekämpfung lebensbedrohlicher Krankheiten, die Senkung der Kindersterblichkeit und die Verbesserung der Gesundheit der Mütter. Da in den meisten Entwicklungsländern ein akuter Mangel an Gesundheitspersonal herrscht, konzentriert sich das CIHLMU auf die Ausbildung von Ärzten, Hochschullehrern und Forschern um die Erreichung dieser Ziele zu unterstützen.
Das CIHLMU wird im Rahmen des Wettbewerbs „Hochschulexzellenz in der Entwicklungszusammenarbeit“ vom Deutschen Akademischen Austausch Dienst (DAAD) gefördert. Dieser wurde vom Bundesministerium für Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwick-lung (BMZ) ausgeschrieben, um die Bildungszusammenarbeit mit Entwicklungsländern zu stärken. Danach stehen der LMU und ihren Partneruniversitäten für den Aufbau des CIHLMU in den nächsten fünf Jahren fünf Millionen Euro Fördermittel zur Verfügung.
Koordiniert wird das CIHLMU durch einen Vorstand, der sich zusammensetzt aus den Bereichsleitern der vier Hauptprojekte aus der Chirurgischen Klinik Innenstadt, der Kinderkardiologie, dem Institut für Arbeits-, Sozial- und Umweltmedizin sowie der Abteilung für Infektions- und Tropenmedizin der LMU, dem Sitz des CIHLMU.
Das CIHLMU baut auf einer über 20-jährigen Forschungskooperation der LMU mit Entwicklungsländern, wie das Tansania-Projekt, das von der Standortinitiative „Deutschland – Land der Ideen“ ausgewählt wurde und zeitgleich mit der Eröffnung des CIHLMU die Auszeichnung als einer von 365 Orten im Land der Ideen erhält. Das Tansania-Projekt, heute Mbeya Medical Research Programme genannt, ist 1995 aus einem HIV-Interventionsprogramm des Tropeninstituts und des BMZ entstanden und ist eines der größten Forschungszentren Afrikas. Hier führen Forscher Projekte von der Grundlagenforschung über die klinische Erprobung neuer Medikamente und Impfstoffe gegen HIV und Tuberkulose bis hin zu der Einführung neuer Konzepte in den Gesundheitssystemen der Entwicklungsländer durch. Diese Verknüpfung von Grundlagenforschung, deren Nutzen oft erst in Jahrzehnten spürbar ist, und von gleichzeitig sehr praktisch orientierter Verbesserung der Gesundheitsversorgung heute, sind weltweit einzigartig und stellen den Grund für die Auszeichnung durch die Initiative ‚Deutschland Land der Ideen’ dar. So soll beispielsweise die noch immer gängige Praxis der Diagnostik mittels Lichtmikroskopie ersetzt werden durch moderne molekularbiologische oder immunologische Methoden, die ein zuverlässiges Ergebnis binnen weniger Stunden liefern.
In der Kombination von exzellenter Forschung und wissenschaftlicher Ausbildung am neu gegründeten CIHLMU verfügt die LMU nun über das Potenzial nicht nur Forschung in Entwicklungsländern durchzuführen, sondern auch die lokalen Forscher weiter auszubilden und so zu nachhaltiger Entwicklung beizutragen. Die LMU folgt hierbei dem Vorbild anderer großer internationaler Universitäten wie Harvard oder John’s Hopkins, die alle internationale Forschung mit international zugänglichen Fortbildungsprogrammen verbinden und so die weltweite Sichtbarkeit erhöhen.